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News: Geysire auf Saturnmond Enceladus

Mit Hilfe der amerikanisch-europäischen Raumsonde Cassini haben Forscher am Südpol des nur 500 Kilometer großen Saturnmonds Enceladus Wasser speiende Geysire entdeckt. Die Fontänen reichen bis in eine Höhe von fast 500 Kilometern und speisen sich aus einer vermutlich nur wenige Meter unter der Eisoberfläche liegenden Quelle. Die winzigen Wassertropfen erstarren sofort zu Eis. Ein Teil davon scheint den äußersten Ring des Saturns mit Material zu versorgen.

Neben gefrorenem Wasser finden sich in der Region auch Kohlendioxid und organische Moleküle. Zudem offenbaren die Daten mehrere leicht geschwungene, parallel verlaufende Bruchstrukturen. Vermutlich wird aus diesen – von den Wissenschaftlern »Tigerstreifen« genannten Gräben – das Wasser mit Hochdruck ausgestoßen. Anhand der geringen Dichte von Einschlagkratern gehen die Forscher davon aus, dass die Gebiete zwischen diesen Streifen deutlich jünger als eine Million Jahre alt sind – ein geologisch extrem junges Alter. >> spektrumdirekt/AH

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