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Klimawandel: Großräumige Erwärmung nicht durch Städte verursacht

Großräumige Temperaturerhöhungen in der nördlichen Hemisphäre lassen sich kaum auf zunehmende städtische Flächenversiegelung zurückführen, die als Hitzeinseln in einer durchschnittlich kühleren Umgebung liegen.

Nach einem Vergleich der Minimumtemperaturen von 264 Klimastationen weltweit seit 1950 durch David Parker vom Hadley Centre in Exeter zeigte sich, dass die Oberflächentemperaturen an Land sowohl in windstillen als auch in stürmischen Nächten großräumig zunahmen. Flächenversiegelung wirkt jedoch nur in windstillen Nächten als Heizkörper. Er widerspricht somit Meinungen, dass die zunehmende urbane Verbauung entscheidenden Einfluss auf die globalen Durchschnittstemperaturen nimmt.

Nach den Daten milderten sich gerade windige Winternächte im westlichen Eurasien ab. Ursache der Erwärmung ist demzufolge ein verstärktes Anzapfen warmer, ozeanischer Luftmassen über dem Atlantik, die über die Windzirkulation nach Europa und Westasien einströmen.

Große Städte fungieren dennoch nachts als Hitzeinseln. Sie geben dann die tagsüber aufgenommene Energie wieder ab, heizen damit allerdings nur ihre unmittelbare Umgebung auf. Treten stärkere Winde auf, schwächt sich der Effekt ab.

Die städtische Aufheizung ermöglicht exotischen Tier- und Pflanzenarten in vermeintlich kühleren Regionen den Winter zu überstehen, sie erhöht jedoch auch das Gesundheitsrisiko und die Sterblichkeitsrate beim Menschen, wie es 2003 in Paris zu beobachten war.

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