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Infektionskrankheiten: Grünes Licht für weltweit ersten Malariaimpfstoff

Der Impfstoff Mosquirix steht kurz vor der Zulassung in der EU - doch die Vakzine ist kein Wundermittel.
Spritze liegt auf Impfpass

Die Europäische Arzneimittelagentur EMA hat eine positive Einschätzung für den neuen Malariaimpfstoff Mosquirix abgegeben. Der Wirkstoff steht damit kurz vor der Zulassung durch die EU und davor, in den Malariagebieten Afrikas eingesetzt zu werden. Trotz der Nachteile des Impfstoffs – mehrere Auffrischungsimpfungen sind nötig – begrüßen Fachleute sowie der Hersteller des Medikaments die Entscheidung. Zwar schützt der Impfstoff nicht vollständig, dennoch erwarten Seuchenexperten, dass systematische Impfkampagnen mit der Vakzine die Zahl der Malariafälle signifikant senken werden. Nun muss die Weltgesundheitsorganisation entscheiden, ob sie die Impfung offiziell empfiehlt.

Der Impfstoff – der erste überhaupt gegen Malaria – ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen dem Pharmahersteller GSK und der Impfinitiative PATH. Deswegen wird der in der Forschungsphase als RTS,S bekannte Impfstoff von dem Hersteller nach eigenen Angaben zum Selbstkostenpreis zur Verfügung gestellt und steht auch Reisenden von außerhalb des Kontinents nicht zur Verfügung. Allerdings wird der Impfstoff Malaria nicht ausrotten, das zeigten schon die gemischten Ergebnisse der klinischen Studien im Vorfeld. Außerdem werden Impfkampagnen mit diesem Präparat wegen der benötigten Auffrischungsimpfungen wohl sehr teuer und kompliziert.

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