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Verhaltensforschung

Gut genährte Grillen sterben früh

Grillenmännchen, die mit proteinreicher Nahrung gut gefüttert wurden, investieren mehr Energie in Balzgesänge als mager ernährte Artgenossen. Dabei verausgaben sie sich offenbar aber derart, dass sie auch früher das Zeitliche segnen. Insgesamt dürfte ihr Paarungserfolg aber dennoch höher liegen als bei den schwächeren Männchen, berichten John Hunt und seine Kollegen von der Universität von New South Wales in Australien.

Die Forscher hatten Angehörige der in Australien verbreiteten Grillenart Teleogryllus commodus mit proteinarmer, proteinreicher und durchschnittlicher Kost aufgezogen. Die gut genährten Tiere fingen bereits nach 15 Tagen intensiv an zu fiedeln. Die schlechter ernährten Verwandten warteten zehn Tage länger. Da sie aber auch deutlich später starben, könnten sie im Freiland nach dem Tod erfolgreicher Kraftsänger doch noch zum Zuge kommen, vermuten die Forscher.

Bei den nicht singenden Weibchen übrigens führte die gehaltvolle Nahrung nicht zu verfrühtem Ableben: Sie erfreuten sich bei besserem Futter auch deutlich höherem Alter.
24.12.2004

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 24.12.2004

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