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Klimawandel: Gute und schlechte Nachrichten zu deutschen Emissionen

Die Bundesrepublik Deutschland hat in den letzten Jahren gewisse Fortschritte bei der Reduktion klimaschädlicher fluorierter Treibhausgase erreicht, doch ohne weitere Maßnahmen droht zukünftig wieder ein stärkerer Anstieg.

Das gab heute das Umweltbundesamt in einer Pressemitteilung bekannt. Demnach sank der Ausstoß fluorierter Kohlenwasserstoffe sowie von Schwefelhexafluorid von 1995 bis 2003 von 16 auf 14 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (das Maß für die Schädlichkeit dieser Emissionen im Vergleich zum Kohlendioxid). Eine weitere Verringerung ihres Anteils ist allerdings ohne zusätzliche Eingriffe nicht mehr möglich. Wird daher nicht mit geeigneten Mitteln gegengesteuert, könnte der Ausstoß der Gase daher wieder auf 23 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente steigen.

Das Umweltbundesamt drängt daher auf die rasche Umsetzung einer neuen EU-Verordnung, die 2006 in Kraft treten könnte. Bei ordnungsgemäßer Ein- und Durchführung ließe sich mit ihr der Emissionsanstieg in Deutschland bis zum Jahr 2020 auf 16 Millionen Tonnen beschränken und nachfolgend auf 11 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente reduzieren.

Fluorierte Kohlenwasserstoffe werden vornehmlich in Kälte- und Klimaanlagen sowie in Schallschutzfenster gefüllt. Ihre Klimaschädlichkeit ist je nach Typ 1400- bis 24000-mal größer als die von Kohlendioxid.

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