Haltbare Lebensmittel: Fischhaut wird zur Verpackung

In Deutschland ist der Tambatinga kaum bekannt, doch in Brasilien ist er ein beliebter Speisefisch. Er wächst schnell, ist widerstandsfähig und lässt sich in Aquakulturen züchten. Künftig könnten Teile von ihm auch als Verpackung enden. Forschende der Universität in São Paulo haben nämlich eine Methode entwickelt, um aus der Haut des amazonischen Fisches einen Biofilm zu gewinnen. Dieser eignet sich als Verpackungsmaterial für Nahrungsmittel. Seine Arbeit stellt das Forschungsteam im Fachjournal »Foods« vor.
In einem ersten Schritt reinigten die Forschenden die Fischhäute und extrahierten daraus Gelatine. Anschließend mischten sie die Gelatine mit einer filmbildenden Lösung und stellten so Folien her, die transparent und flexibel sind und über glatte Oberflächen verfügen.
Die Forschenden beschreiben die Folien als äußerst widerstandsfähig. Gegenüber anderen gelatinebasierten Materialien blockten sie UV-Strahlen effektiver und seien weniger durchlässig für Wasserdampf. Allerdings sei die Folie zugleich auch anfällig für Feuchte, weswegen sie aktuell nur als Verpackung für trockene Lebensmittel wie beispielsweise Nüsse infrage käme.
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