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Internationaler Naturschutz: Handel mit Walfleisch und Elfenbein bleibt verboten

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Die derzeit in Bangkok tagende Weltartenschutzkonferenz CITES hat den Antrag Japans abgelehnt, den Handel mit Minkwalen und aus ihnen hergestellten Produkten zuzulassen. Sie bestätigen damit das von der Internationalen Walfangkommission (IWC) im Jahr 1986 erlassene Moratorium, das die kommerzielle Jagd auf Großwale bis auf weiteres verbietet. Erst wenn die IWC eine Einigung zum Walfang vorlege, könne darüber diskutiert werden, ob der Bann für den Handel aufzuheben sei, entschieden die Delegierten.

Mink- oder Zwergwale gehören zwar zu den zahlreichsten Großwal-Vertretern – Schätzungen gehen von mehreren hunderttausend Tieren aus –, gelten aber trotzdem als gefährdet. Trotz des Verbotes jagen Japan und Island die Tiere zu angeblich wissenschaftlichen Zwecken, Norwegen hat Einspruch gegen das Moratorium eingelegt und jagt nach einer festgelegten Quote.

Ebenfalls abgelehnt wurde ein Antrag Namibias, eine jährliche Exportquote von zwei Tonnen Roh-Elfenbein einzuführen. Erlaubt wurde dagegen der Handel mit Produkten aus Elefantenleder und -haaren. In den 1970er und 1980er Jahren hatte der Elfenbeinhandel die Bestände von 1,3 Millionen Tieren auf unter 400 000 Individuen drastisch reduziert, weshalb der kommerzielle Elfenbeinhandel 1989 verboten wurde. Da Elefanten aber nicht wegen ihrer Haut oder ihrer Haare von Wilderern geschossen würden, sei eine Vermarktung solcher Produkte nicht gefährdend.

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