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Asteroiden: Hayabusa ist zurück

Hayabusa
Wiedereintritt der Asteroidensonde Hayabusa | Der Wiedereintritt der japanischen Sonde Hayabusa wurde von einem Flugzeug aus gefilmt. Die Sonde verglühte in der Atmosphäre und zerbrach dabei in mehrere Stücke, die auf dem Bild als Feuerwerk zu sehen sind. Der kleine Lichtpunkt rechts ist die Landekapsel, in der sich hoffentlich Material von der Oberfläche des Asteroiden Itokawa befindet.
Am Sonntag, dem 13. Juni 2010, um 16:00 Uhr MESZ (um Mitternacht in Australien), gab es ein feuriges Spektakel am Himmel über Australien: Die Sonde "Hayabusa" verglühte in der Atmosphäre und zerbrach dabei in mehrere Stücke. Drei Stunden vor dem Atmosphäreneintritt hatte die Sonde ihre Landekapsel abgestoßen; diese sank anschließend sanft an einem Fallschirm zur Erde. Mitarbeiter der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA fanden sie wenig später wie erwartet in der Woomera Prohibited Area im Süden Australiens. Der Hitzeschild der Kapsel wurde einige Stunden später gefunden.

Es bleibt allerdings noch spannend, ob sich in der Landekapsel wirklich Material vom Asteroiden Itokawa befindet. Als die Sonde 2005 auf dem Kleinplaneten landete, funktionierte das Einsammeln der Bodenproben nicht wie geplant. Aber auch wenn nur einige winzige Partikel in dem Behälter gelandet sein sollten, wäre das schon von großem Nutzen für die Forschung: Die Untersuchung von Asteroidenmaterial kann Aufschluss über die Entstehung des Sonnensystems geben, und darüber, wie sich erste Lebensformen auf unserem Planeten entwickelten.

Über weitere Entwicklungen der Mission Hayabusa halten wir Sie an dieser Stelle auf dem Laufenden.

Manuela Kuhar

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