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Röntgenastronomie: Heiße Flecken auf Neutronenstern gemessen

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Radioastronomen konnten die Existenz aufgeheizter Oberflächenbereiche in den Polregionen von Neutronensternen nachweisen. Die Forscher um Andrea de Luca vom Nationalen Forschungsrat in Italien nutzten Beobachtungsdaten des europäischen Röntgensatelliten XMM-Newton, um diese so genannten Hot Spots auf den Pulsaren Geminga, PSR B0656+14 und PSR B1055-52 zu erkennen. Die Neutronensterne befinden sich zwischen 500 und 2000 Lichtjahre von der Erde entfernt.

Bereits zuvor hatten die Forscher an den Polen des Pulsar Geminga (Gemini gamma-ray source, also "Röntgenquelle in den Zwillingen") einen Hot Spot vermutet. Wie die vergleichenden Beobachtungen nun unterstreichen, heizen sich polnahe Regionen von Neutronensternen offenbar auf, wenn dort entlang der Magnetfeldlinien beschleunigte Teilchen auf die Pulsaroberfläche auftreffen.

Ungeklärt bleibt, warum die Hot Spots der drei Pulsare unterschiedlich ausgedehnt sind – sie erreichen auf den nur wenige Kilometer großen Neutronensternen Fußballfeld- bis Golfplatzgröße, so die Wissenschaftler.

Neutronensterne sind extrem dichte, schnell rotierende Überreste eines Supernova-Ereignisses von Sternen mit einer Masse von rund eineinhalb- bis dreifacher Sonnenmasse. Von einem Pulsar spricht man bei Neutronensternen, deren Magnetfeldachse gegen die die Rotationsachse geneigt ist, was zu einer pulsierenden Strahlungsemission führt.

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