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Ägypten: Herzkranke Pharaonentochter

Herzkranke Pharaonentochter
Sie war gerade 40 Jahre alt, als das Herz der ägyptischen Prinzessin Ahmose-Merit-Amun ein für alle Mal versagte. "Sie hätte eine Bypass–Operation benötigt", sagt Gregory Thomas. Der Herzspezialist an der University of California hatte die Mumie mit Hilfe eines Computertomographen untersucht und Zeichen einer stark fortgeschrittenen Arterienverkalkung entdeckt. Todesursache: Herzinfarkt.

Auf dem CT-Scan ... | ... sind deutlich Verkalkungen der rechten (RCA) und linken (LCA) Herzkranzarterien zu erkennen.
Die mumifizierte Leiche der Pharaonentochter aus der 17. Dynastie (1580 bis 1550 v. Chr.) ist eine von 52 Mumien aus der Oberschicht, die das Team um Thomas untersucht hatte. Zu ihrer Überraschung diagnostizierten die Forscher bei 20 von diesen auffällige Veränderungen an den Arterien.

Bisher galt Arteriosklerose als typische Zivilisationskrankheit unserer Zeit, hervorgerufen durch falsche Ernährung sowie Bewegungsmangel – Ahmose-Merit-Amun ist somit ihr bislang frühestes Opfer. Tatsächlich hat die Prinzessin sicher nie Hunger leiden müssen – im Gegenteil: Auf dem oppulenten Speiseplan der oberen Zehntausend stand häufig das besonders cholesterinreiche Fleisch gestopfter Gänse.

Miriam Jolien Blümel

Journal of the American College of Cardiology – Cardiovascular Imaging 4, S. 315-327, 2011

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