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Autismus: Hirnwasser als Biomarker?

Per MRT entdecken Forscher einen möglichen Biomarker für frühkindlichen Autismus.
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Um Kinder mit einer autistischen Entwicklungsstörung möglichst früh fördern zu können, wäre eine schnelle Diagnose hilfreich. Forscher von der University of California in Davis (USA) fanden jetzt heraus, dass betroffene Säuglinge möglicherweise besonders viel Hirnflüssigkeit produzieren.

Die Wissenschaftler um David Amaral untersuchten insgesamt 55 Babys im Magnetresonanztomografen – und das gleich dreimal alle sechs Monate. 33 der Kinder, die zu Anfang der Studie gut ein halbes Jahr alt waren, hatten autistische Geschwister. Im dritten Lebensjahr ergab dann eine genaue medizinische Diagnose, ob die Kleinen Anzeichen von Autismus zeigten.

Jene zehn Kinder, die als autistisch eingestuft wurden, verfügten von Beginn an im Schnitt über deutlich mehr Hirnflüssigkeit. Der so genannte Liquor umgibt Denkorgan und Rückenmark wie ein flüssiges Schutzpolster. Bei den gut einjährigen, späteren Autisten maßen die Forscher rund ein Drittel mehr Nervenwasser als bei den normal entwickelten Altersgenossen. Ab dem zwölften Monat konnten die Forscher zudem ein vergleichsweise großes Hirnvolumen nachweisen.

Ob solche Anzeichen in Zukunft helfen können, schneller eine Diagnose zu stellen, ist noch unklar. Die biologische Ursache von Autismus liegt immer noch im Dunkeln.

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