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Hitzewelle: »Hitze ist für einige Teile unserer Bevölkerung extrem kritisch«

Es muss nicht 50 Grad heiß werden, damit Gefahr für Leib und Leben besteht, erklärt Humanökologe Hans-Guido Mücke im Interview. Bereits ab 30 Grad kann Hitze kritisch werden.
Wenn es heiß ist, erweitern sich Blutgefäße, das Herz pumpt mehr Blut durch den Körper und, ganz wichtig: Wir fangen an zu schwitzen.

Im Mittelmeerraum herrschten zuletzt extreme Temperaturen: Auf Zypern wurden über 50 Grad gemessen, in Athen lag die Höchsttemperatur tagelang über 40 Grad, und heiße, trockene Winde fachen in der ganzen Region Waldbrände an. Auch in Deutschland wird es wieder wärmer – und selbst die angekündigten, vergleichsweise milden 30 Grad können schon gefährlich sein. Hans-Guido Mücke vom Umweltbundesamt in Berlin erklärt, warum das so ist, wie man sich schützen kann und natürlich nicht zuletzt, was Hitze für Haustiere bedeutet.

»Spektrum.de:« Nordamerika erlebte kürzlich eine ungewöhnlich Hitzewelle , mehr als 50 Grad sind dort gemessen worden. Was bedeuten solche extremen Temperaturen für unseren Körper?

Hans-Guido Mücke: Eine extreme Belastung. Normalerweise liegt unsere Körpertemperatur zwischen 36 und 37 Grad Celsius. Bei Fieber kann sie auf 38 bis maximal 41 Grad ansteigen. Die Spannweite in unserem Körperinneren liegt also bei etwa fünf Grad Celsius. Die müssen wir unbedingt einhalten, sonst wird es lebensbedrohlich.

Was macht der Körper, um die Hitze zu kompensieren?

Er kann sich in gewisser Weise anpassen, Fachleute sprechen vom thermophysiologischen System oder der Thermoregulation. Die Blutgefäße erweitern sich, das Herz pumpt mehr Blut durch den Körper und, ganz wichtig: Wir fangen an zu schwitzen. Dadurch, dass Wasser auf unserer Haut verdunstet, entsteht Kälte. Das hilft uns, die Körperkerntemperatur konstant zu halten. Menschen, bei denen dieses System nicht oder nur eingeschränkt funktioniert, gelingt dies unter Umständen nicht. Das führt dann zu einem inneren Hitzestau.

Hans-Guido Mücke | Der Humanökologe ist Wissenschaftler im Fachgebiet Umweltmedizin und gesundheitliche Bewertung am Umweltbundesamt.

Wie äußert sich das?

Unterschiedlich. Es beginnt mit milden Symptomen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit, man spricht von Hitzeerschöpfung. Oft treten zudem Kopfschmerzen, Verwirrung, Übelkeit oder Erbrechen auf. Wird es noch schlimmer, treten auch Muskelschmerzen und Krämpfe auf. Dauern diese über mehrere Stunden an, sollte man ärztliche Hilfe holen. Sonst steigt die Gefahr für einen Hitzekollaps oder einen Hitzschlag. Letzteres kann eintreten, wenn die Körpertemperatur über 41 Grad Celsius hinausgeht. Das ist lebensbedrohlich.

Wie hängt das mit der Außentemperatur zusammen, sprich: Ab wie viel Grad wird es gefährlich?

Schwer zu sagen, dafür gibt es keinen Schwellenwert. Um gesundheitliche Probleme auszulösen, braucht es keine 50 Grad. In unseren Breitengraden genügen auch Temperaturen von 30 oder 35 Grad Celsius, die über längere Zeit anhalten, insbesondere wenn es nachts nicht abkühlt. Der Hitzerekord in Deutschland liegt derzeit bei 41,2 Grad . Das ist für einige Teile unserer Bevölkerung extrem kritisch.

Was ist mit Menschen, die draußen arbeiten, etwa im Hoch- und Tiefbau oder der Landwirtschaft: Wie können sie sich schützen?

Das ist eine ganz wichtige Bevölkerungs- und Risikogruppe. Diese Menschen sind permanent Hitze und Sonnenstrahlung ausgesetzt. Um einem Sonnenbrand vorzubeugen, sind Kopf und andere freie Körperflächen unbedingt zu bedecken. Außerdem sollte der Arbeitgeber entsprechende Maßnahmen durchführen: einen Sonnenschutz installieren, einen schattigen Platz und kühle Getränke für die Pause bereitstellen und nach Möglichkeit die Arbeitszeit so legen, dass sie nicht in die heißeste Tageszeit fällt.

»Es beginnt mit milden Symptomen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit, man spricht von Hitzeerschöpfung«

Welche Personen sind ansonsten besonders gefährdet?

Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen. Das Thermoregulationssystem bildet sich erst ab dem ersten Lebensjahr aus und kann schon ab 65 Jahren nachlassen. Zur Risikogruppe gehören außerdem Personen mit chronischen Krankheiten, Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung, aber auch gesunde Menschen, wenn sie eben überwiegend im Freien arbeiten.

Welche Erkrankungen sind besonders riskant?

Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Herzinsuffizienz. Auch Übergewicht kann dazu beitragen, dass die Thermoregulation nicht mehr so gut funktioniert. Ein zusätzliches Risiko können Atemwegserkrankungen wie Asthma oder chronische obstruktive Lungenerkrankungen darstellen.

Das ist ja ein erheblicher Teil der Bevölkerung.

Durchaus. Auch die Medikation spielt bei Hitze eine wichtige Rolle. Wenn jemand dauerhaft Medikamente einnimmt und es über mehrere Tage extrem heißt ist, sollte der Arzt oder die Ärztin die Dosierung überprüfen und eventuell anpassen.

Warum?

Wenn man viel schwitzt, zudem womöglich zu wenig trinkt und weiterhin dieselbe Dosis eines Wirkstoffs einnimmt, erhöht sich seine Konzentration im Körper. Man muss deshalb die Dosis reduzieren – oder mehr trinken. Sonst können Organe, allen voran die Niere, geschädigt werden.

Auch unabhängig von Medikamenten sollte man viel trinken, richtig?

Absolut. Wir können nur schwitzen, wenn wir genügend Flüssigkeit aufnehmen. Tun wir das nicht, drohen wir auszutrocknen, eine so genannte Exsikkose kann eintreten. Das bedeutet, der Körper hat nicht mehr genügend Flüssigkeit, um das Herz-Kreislauf-System und die Organe in Gang zu halten.

Wie viel Liter sollte man täglich trinken?

Mindestens anderthalb, besser zwei Liter, über den ganzen Tag verteilt. Sonst können wir die Verluste nicht kompensieren. Denn nicht nur bei Tag, auch nachts schwitzen wir bis zu einen Liter heraus. Auch über die Atmung geht Feuchtigkeit verloren. Das merken wir meist gar nicht. Bei sehr hohen Temperaturen und geringer Luftfeuchtigkeit sieht man zudem auch keinen Schweiß auf der Haut. Die feinen Tröpfchen verdunsten sofort. Nach einiger Zeit stellt man vielleicht fest, dass sich Salzkristalle auf der Haut gebildet haben.

Also ist eine trockene Hitze schlimmer, als wenn es heiß und schwül ist?

Nein, im Gegenteil. Bei 10 oder 20 Prozent Luftfeuchtigkeit sind 35 Grad Celsius erheblich leichter zu verkraften als bei 90 Prozent. Wir schwitzen zwar in beiden Fällen zwar etwa gleich viel, bei der hohen Luftfeuchte kann der Schweiß aber nicht mehr verdunsten und der Kühlungseffekt bleibt aus.

Wie können wir dem Körper helfen, sich zu kühlen? Sie haben dazu gemeinsam mit einem Kollegen einen Ratgeber verfasst.

Eine einfache Maßnahme, die man schon lange kennt, ist: sich Luft zufächeln, zum Beispiel mit einem Fächer. Damit erzeugt man eine künstliche Luftbewegung, die hilft, die Haut zu kühlen. Das lässt sich natürlich auch mit Hilfe von Ventilatoren erreichen. Aber diese verbrauchen Energie, weshalb das Umweltbundesamt dem verstärkten Einsatz solcher Geräte eher zurückhaltend gegenübersteht. Ähnliches gilt für Klimaanlagen. Wir propagieren sie nicht für jeden Haushalt, sind aber der Ansicht, dass Einrichtungen wie Krankenhäuser, Rehabilitationszentren oder Seniorenheime zumindest einen Raum haben sollten, der künstlich heruntergekühlt werden kann.

Zehn einfache Tipps gegen Hitze

  1. Trinken Sie pro Stunde zwei bis vier Gläser eines kühlen, alkoholfreien Getränks, beispielsweise Früchtetee oder Saftschorle.
  2. Greifen Sie zu Mineral- oder zumindest natriumhaltigem Wasser.
  3. Essen Sie möglichst leichte Kost, in kleinen Portionen über den Tag verteilt.
  4. Tragen Sie möglichst leichte Kleidung, nachts wie auch tagsüber.
  5. Fächeln Sie sich Luft zu. Aus einem Blatt Papier lässt sich ein einfacher Fächer basteln.
  6. Besprühen Sie sich selbst mit Wasser aus einem Zerstäuber.
  7. Kühlen Sie Ihre Füße in einer Wanne oder einem Eimer mit kaltem Wasser.
  8. Wenn Sie da sind, ist Durchzug wichtig. In Ihrer Abwesenheit schließen Sie besser tagsüber Fenster und Türen, wenn vorhanden auch Jalousien und Fensterläden. Regelmäßig Lüften ist aber auch dann wichtig, wegen niedrigerer Temperaturen ist es vor allem zwischen dem Abend und frühem Morgen empfohlen.
  9. Um besser schlafen zu können, kann es helfen, das Bettlaken für eine Weile in den Kühlschrank legen.
  10. Wickeln Sie sich kalte, nasse Tücher um die Waden.

Wie weit? Zu kalt ist sicherlich auch nicht gut.

Richtig. Sonst provoziert man – gerade bei empfindlichen Personen – Erkältungskrankheiten. Der Raum sollte so temperiert sein, dass die Anwesenden es als angenehm empfinden. In der Regel sind das 20 bis 22 Grad Celsius.

Hilft auch eine kalte Dusche?

Ja, kühles Wasser ist eine gute Idee. Es sollte aber wiederum nicht zu kalt sein, sonst regen sie den Kreislauf an und belasten ihn zusätzlich. Ebenfalls gut – und auch unterwegs möglich – ist, die Arme unter fließendem Wasser abzukühlen. Oder Sie nehmen einen Zerstäuber, füllen Wasser hinein und besprühen sich damit – künstlicher Schweiß sozusagen. Das erzeugt Verdunstungskälte. So ein Wasserspray ist eine ganz einfache, aber sehr effektive Möglichkeit, sich Kühlung zu verschaffen. Sehr hilfreich sind auch die altbekannten Wadenwickel: Man wickelt sich nasskalte Umschläge um die Waden. Das hilft, die Hitze aus dem Körper herauszuziehen.

Warum gerade um die Waden?

Die Beine sind vergleichsweise leicht zugänglich und haben eine relativ große Oberfläche. Andere große Körperflächen wie Oberkörper oder Bauch sind bei Menschen, die auf Grund einer Hitzereaktion im Bett liegen, schwer zugänglich.

Hilft es auch, seine Füße in kaltes Wasser zu stellen?

Selbstverständlich. Man kann sich beispielsweise einen Eimer mit kaltem Wasser unter den Schreibtisch stellen und die Füße abwechselnd hineinstellen.

Sind kalte Getränke gut – oder eher kontraproduktiv?

Ähnlich wie beim Duschen gilt: kühl, aber nicht eiskalt. Eiswürfel braucht es also nicht. Man kann sich zum Beispiel morgens eine Kanne Tee zubereiten, in den Kühlschrank stellen und den Tag über trinken. Auch verdünnte Fruchtsäfte und Wasser sind zu empfehlen. Um die Mineralstoffe aufzufüllen, die man durch das Schwitzen verloren hat, sollte man zu natriumhaltigem Wasser greifen.

Tee enthält aber doch Tein, das – ähnlich wie Koffein – anregend wirkt, oder nicht?

Ich meinte eher Früchtetee. Von koffeinhaltigen Getränken rate ich ab, ebenso von Alkohol und opulentem, fetthaltigem Essen.

Wie sieht denn die optimale Hitze-Ernährung aus?

Essen Sie statt einer großen besser mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt und setzen Sie auf leichte Kost. Frisches Obst und viel Gemüse, nichts sonderlich Fettes. Sonst muss Ihr Magen-Darm-Trakt viel Energie aufwenden, um die Nahrung zu verdauen. Außerdem sollte man auf Speisen mit rohen Eiern verzichten. Bei hohen Temperaturen können sich Bakterien darin schnell vermehren und unter Umständen Infektionskrankheiten verursachen.

»So ein Wasserspray ist eine ganz einfache, aber sehr effektive Möglichkeit, sich Kühlung zu verschaffen«

Ertragen Haustiere Hitze besser oder schlechter als wir?

Grundsätzlich lässt sich sagen: Was für Menschen gilt, gilt letztendlich auch für Tiere. Tiere handeln instinktiv – und liegen damit oft besser als der Mensch. Mein Hund beispielsweise hat sich bei Hitze immer in eine schattige Ecke verkrochen und war inaktiv. Viele Tiere reduzieren vernünftigerweise die Geschwindigkeit ihrer Bewegungen und reduzieren damit ihren Grundumsatz.

Die Lebensstile unserer technisierten Welt haben sich über die letzten Jahrzehnte in eine nicht unbedingt gesunde Richtung verändert. Vielleicht täten wir gut daran, uns auf die Erfahrungen unserer Vorfahren zu besinnen – und uns auch manches von Tieren abzuschauen. In jedem Fall sollten Haustierbesitzer dafür sorgen, dass sich ihr Schützling an ein schattiges Plätzchen zurückziehen kann, genug zu trinken hat, und ihn niemals bei Hitze im Auto warten lassen – auch nicht für kurze Zeit. Das gilt natürlich nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen.

Oft heißt es, man solle bloß nicht in der Mittagshitze nach draußen gehen. Ist das tatsächlich die heißeste Tageszeit – oder steckt dahinter ein Mythos?

Nein, tatsächlich sind die frühen Nachmittagsstunden hier zu Lande am heißesten. Wir haben Sommerzeit, liegen also eine Stunde vor dem astronomischen Sonnenhöchststand. Demnach treten die höchsten Temperaturen hier zwischen 13 und 15 Uhr auf. Wenn sich die Atmosphäre über mehrere Tage, vielleicht sogar Wochen, aufheizt, kann es auch sein, dass es bis 17 Uhr extrem heiß ist.

Ist die Hitze in Städten schlimmer als auf dem Land?

Definitiv. In der Stadt kann es, vor allem nachts, bis zu 10 Grad Celsius wärmer sein als im Umland. Tagsüber sind die Differenzen zwischen Stadt und Land zwar eher gering, nachts kühlt es in Städten aber kaum ab. Man spricht in diesem Kontext auch von städtischen Wärmeinseln. Das liegt daran, dass sie dicht bebaut sind und viele Flächen versiegelt sind.

Wir haben diesen Sommer in einem Altbau in Berlin eine Messreihe durchgeführt, die zeigt: Nach drei bis vier heißen Tagen steckt die Hitze so tief im Gebäude, dass die Temperatur darin über weitere drei Tage über der Außentemperatur liegt – selbst wenn es sich draußen inzwischen deutlich abgekühlt hat. Das gilt insbesondere für Gebäude mit dickem Mauerwerk. Die ausbleibende nächtliche Abkühlung führt dazu, dass Menschen in der Stadt bei einer mehrtägigen Hitzewelle zum Teil keinen erholsamen Schlaf mehr finden, was ihre Arbeits- und Leistungsfähigkeit einschränkt.

Wenn die Temperaturen nachts nicht unter 20 Grad sinken, spricht man von tropischen Nächten. Hatten wir davon in Deutschland schon mehrere am Stück?

Ja, durchaus. Wir hatten 2003 und 2018 Phasen, wo eine solche Hitzewelle bis zu drei Wochen angedauert hat. Da lagen die Temperaturen nachts über 20 und tagsüber über 30 Grad Celsius, man spricht dann von Hitzetagen. Das war übrigens nicht nur in Städten der Fall, sondern auch in Regionen in Becken- oder Tallage. Der Oberrheingraben etwa ist klimatologisch gesehen ein Gunstgebiet – im Zuge der Klimaerwärmung und damit einhergehender extremer Wetterereignisse kann das ungünstig werden.

Laut einer neuen Studie wäre die Hitzewelle in Nordamerika ohne den Klimawandel praktisch unmöglich gewesen. Er habe die Wahrscheinlichkeit für solch extreme Temperaturen um das 150-Fache erhöht, schreiben die Autoren. Müssen wir also künftig häufiger mit solchen Hitzewellen rechnen – auch in Deutschland?

Leider ja. Vor etwa vier Wochen hat das Umweltbundesamt die neue Klimawirkungs- und Risikoanalyse für Deutschland veröffentlicht. Sie modelliert anhand unterschiedlicher Szenarien die Zukunft und prognostiziert: Wir werden künftig intensivere Hitzeereignisse haben, die häufiger auftreten und länger andauern. Was vor 30 oder 40 Jahren eher als ein meteorologisches Jahrhundertereignis galt, wird zur Normalität. Allein in der letzten Dekade hatten wir fünf außergewöhnliche Sommer mit regionalen Hitzeextremen: 2010, 2015, 2018, 2019 und 2020 – da kann man nicht mehr von einem Jahrhundertsommer sprechen.

Wie sollten wir darauf reagieren?

Die beste Anpassung an den Klimawandel sind meiner Meinung nach Maßnahmen für den Klimaschutz. Alle Maßnahmen, die wir jetzt treffen, um das Klima zu schützen, können langfristig die weitere Erwärmung stoppen. Das System ist träge und reagiert stark verzögert. Aber wir müssen etwas tun, wir können nicht so weitermachen wie bisher. Und wir müssen wirksam vor Klimarisiken vorsorgen.

Um das Land auf künftige Hitzewellen vorzubereiten, haben Sie an Empfehlungen für Hitzeaktionspläne mitgewirkt. Wie weit sind diese inzwischen gediehen?

Erste Pläne für Bundesländer, Städte und Kommunen sind in der Entwicklungsphase und – im Gegensatz zu anderen Ländern – längst noch nicht fertig. Aber wir sind froh, dass wir in Deutschland inzwischen einen Konsens auf Bund-Länder-Ebene erzielt haben. Nach anderthalb Jahren intensiver Zusammenarbeit mit Umwelt- und Gesundheitsvertretern aus Bund und Ländern haben wir 2017 Handlungsempfehlungen zur Erstellung von Hitzeaktionsplänen abgestimmt und veröffentlicht. Diese Empfehlungen sind nun allen Länderparlamenten bekannt und sollen als Masterplan für die Implementierung dienen. Auf kommunaler Ebene wird jetzt damit begonnen, sie umzusetzen, zum Beispiel in Erfurt, Würzburg, Köln, Worms und Offenbach. Wir hoffen, dass ein Dominoeffekt entsteht, der weitere Kommunen zum Handeln inspiriert.

Herr Mücke, vielen Dank für das Gespräch!

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