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News: Hitzeschild der US-Raumfähren

Der Absturz der US-Raumfähre Columbia ist womöglich auf eine Beschädigung des Hitzeschilds zurückzuführen. Beim Start des Raumgleiters war die linke Tragfläche von einem abgefallenen Stück Isolierung getroffen worden.
Kurz nach dem Start
Am 1. Februar, gegen 16:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit und eine Viertelstunde vor ihrer Landung in Florida, waren auf der linken Seite des Space Shuttle Columbia mit einem Mal Temperatur und Luftwiderstand angestiegen. Wenige Augenblicke später zerbrach die Raumfähre und riss sieben Astronauten in den Tod. Die Katatrophe ereignete sich kurz nach dem Eintritt in die Erdatmosphäre in 63 Kilometern Höhe - und bei einer Geschwindigkeit von über 20 000 Kilometern pro Stunde.

In dieser Phase steigen die Temperaturen aufgrund der Reibung auf der Außenhaut der Raumfähre auf bis zu 1600 Grad Celsius - bei diesen Temperaturen würde sogar Gestein schmelzen. Aus diesem Grund sind die Raumgleiter mit über 24 000 Kacheln verkleidet, die sich perfekt an die äußere Form anpassen und pro Quadratmeter bis zu 130 000 Euro kosten.

Die Nase und die Flügelkanten erhitzen sich infolge der Reibung in der Atmosphäre am stärksten. Zu ihrem Schutz werden Kohlenstoffkacheln eingesetzt. Die schwarzen Bereiche des Raumgleiters werden von leichten, bis zu 15 Zentimeter dicken Silikatkacheln bedeckt. Sie sind extrem schlechte Wärmeleiter. Schon wenige Sekunden, nachdem man eine solche Kachel zur Rotglut erhitzt hat, kann man sie ohne weiteres mit bloßen Fingern anfassen.

Derzeit deutet vieles darauf hin, dass dieser Hitzeschutz beschädigt war. Denn schon zwei Wochen zuvor, 80 Sekunden nach dem Start der Columbia am 16. Januar, hatte sich ein Stück der Isolierung der großen Außentanks gelöst und war gegen die linke Tragfläche geschlagen.

Bitte lesen Sie auch den Kommentar unserer Kollegen von Astronomie heute: Columbia-Absturz über Texas.

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