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News: Hochgeschwindigkeit in der Datenübertragung

IBM hat einen neuen Kupfer-Chip entwickelt, der auf einem Träger ein komplettes elektronisches System vereint. Computer-Speicher und Computer-Logik arbeiten auf diesem Chip zusammen. Der Speicher stellt die Information zur Verfügung und die Logik verarbeitet sie. Der Zugriff auf den Speicher kann bis zu zehnmal schneller erfolgen, da die Daten nicht mehr ständig zwischen Speicher- und Logik-Chips hin und her transportiert werden müssen. Kupfer ist zudem leitfähiger als die traditionell verwendeten Aluminium-Leiterbahnen der Transistoren.
Der neue Chip von IBM ist nicht nur schneller als herkömmliche Chips. Kupfer ermöglicht auch, daß bis zu 24 Millionen Gatter auf einen einzigen Chip passen. Das entspricht mehr als 75 Millionen Transistoren und somit zehn Pentium-II-Prozessoren. Auf dem Kupfer-Chip belegen sechshundert Leiterbahnen nebeneinander nur noch die Breite eines Haares. Der Widerstand der Leiterbahnen sinkt im Vergleich um rund vierzig Prozent. Die Signale werden schneller und mit geringeren Verlusten durch den Chip geführt.

Mittels galvanischer Prozesse werden in einem einzigen Arbeitsgang sowohl die Durchkontaktierungen als auch die Leiterbahnen aufgebracht. Bis zu sechs Lagen Metall können so übereinander angeordnet werden. Weitere Materialien sind nicht mehr erforderlich. Aus diesem Grund entfallen unerwünschte thermoelektrische Effekte an den Übergängen verschiedener Metalle. Es entsteht weniger Korrosion, und die Zuverlässigkeit der Bau-Elemente erhöht sich. Kupfer ist darüber hinaus hundertmal weniger anfällig für thermoelektrische Störungen als das Aluminium der bisher gebräuchlichen Aluminium-Leiterbahnen.

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