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Altersdemenz: Höheres Demenzrisiko durch Übergewicht in mittleren Jahren

Ab dem 40. Geburtstag lohnt es sich besonders, auf die Figur zu achten. Denn zu dicke Speckpolster an Hüfte und Bauch in mittleren Jahren belasten nicht nur Herz, Kreislauf und Gelenke, sondern erhöhen womöglich auch das Risiko, im Alter an Demenz zu erkranken. Dies berichten US-Forscher nach der Auswertung der Daten von rund 10 300 Personen mittleren Alters, die zwischen 1964 und 1973 an einem kalifornischen Gesundheitsprogramm teilgenommen hatten und 1994 immer noch zu den Fitness-Checks kamen.

Dabei stellte sich heraus, dass Fettleibigkeit – ein Body Mass Index (BMI) von 30 oder mehr – in mittleren Jahren die Wahrscheinlichkeit einer Demenz-Erkrankung um 74 Prozent gegenüber Normalgewichtigen (BMI von 18,6 bis 24,9) erhöht. Bei Übergewicht (BMI von 25 bis 29,9) beträgt das Risiko immer noch 35 Prozent, berichten die Forscher. Laut Studie wirkten sich die überflüssigen Kilos bei Frauen besonders fatal aus. Im Vergleich zu normalen Frauen führt Übergewicht bei ihnen gleich zu einer um 200 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken – bei Männern gleichen Kalibers steigert sich das Risiko lediglich um 30 Prozent.

Keine geschlechtsspezifischen Unterschiede in Bezug auf das Risiko zeigten sich hingegen bei der Körperfettmessung an den Hautfalten an Trizeps und Schulter: Männer und Frauen mit den höchsten Messergebnissen trugen ein 60 bis 70 Prozent höheres Demenzrisiko gegenüber jenen mit der dünnsten Haut.

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