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Australien: Höhlenmalerei zeigt ausgestorbenen Beutellöwen

BeutellöweLaden...
Vor ungefähr 40 000 Jahren streifte er noch durch den australischen Busch. Dann starb der Beutellöwe aus. Der gefährliche Räuber war groß wie ein Leopard, hatte ein katzenartiges Maul, lange Vorderbeine und messerscharfe Klauen. Eine Reihe gut erhaltener Skelette zeugen von diesen Waffen des Fleischfressers. Über sein Äußeres wissen die Wissenschaftler indes nur wenig. Jetzt entdeckte ein Reiseleiter im Nordwesten des Kontinents eine Höhlenmalerei aus rotem Ocker, die den längst verschwundenen Beutellöwen zeigt.

Die Zeichnung stellt das Tier mit einem gestreiften Rücken, einem langen, dünnen Schwanz mit buschigem Ende und spitzen Ohren dar. Der tasmanische Anthropologe Kim Akerman ist sich deshalb sicher, dass hieraus erstmals Rückschlüsse auf die Fellzeichnung und das Erscheinungsbild des ausgestorbenen Tieres gezogen werden können. Denn bislang hatten zwar einige Felsmalereien auf die Darstellung eines Beutellöwen hingedeutet – alle waren jedoch sehr ungenau und könnten ebenso gut das Abbild des Tasmanischen Tigers gezeigt haben.

Die Felszeichnung muss vor ungefähr 40 000 Jahren von Aborigines angefertigt worden sein, bevor das Raubtier kurze Zeit später ausstarb. Der Beutellöwe trägt seinen Namen übrigens nur aufgrund seines Schädels, der dem des Löwen ähnelte. Eigentlich gehörte er zur Gruppe der Beuteltiere und ist mit den heutigen Wombats und Koalas verwandt. Einst lebte er auf Bäumen und jagte von dort aus seine Beute.

Tabea Rueß

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