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News: Hoffnung für Asbest?

Früher gefeierter Wunderstoff, jetzt gefürchtete kanzerogene Substanz - die Einstellung zu Asbest hat sich in den letzten Jahren drastisch geändert. Sanierungsmaßnahmen sind teuer und nicht ungefährlich. Da kommt die Meldung einer Chemiefirma gerade recht, sie könne Asbest in harmlose Silikate umwandeln - ohne es aus den Gebäuden entfernen zu müssen.
Das amerikanische Unternehmen W.R. Grace und das Brookhaven National Laboratory in Upton gaben auf einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt, daß ein neuer chemischer Schaum Asbestfasern zu harmlosen Silikaten abbaut, wobei die Brandschutzfähigkeit sogar erhalten bleiben soll.

Asbestfasern sind unbrennbar, hitzebeständig und wärmedämmend und waren deshalb früher ein beliebter Baustoff. Doch einige Formen von Asbest sind krebserregend. Daher wurden in den letzten beiden Jahrzehnten von Spezialfirmen Asbestverkleidungen aus Gebäuden entfernt und gegen ungefährlichere Feuerschutzstoffe ersetzt – eine Arbeit, die lange dauert, viel Geld kostet und bei der Asbestfasern in die Atemwege gelangen konnten.

Die Wissenschaftler suchten daher nach einem Weg, die Asbestfasern unschädlich zu machen, ohne sie von der Wand reißen zu müssen. Sie entwickelten einen Schaum aus Säuren und Fluorid-Ionen, der die Fasern in eine amorphe Form überführt, die anscheinend genauso gut gegen Flammen schützt.

(Siehe auch Asbest: Aufstieg und Fall eines Wunderwerkstoffs in Spektrum der Wissenschaft 11/97, Seite 86)

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