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News: Hohe Heilungschance nach akuter Leukämie

77 Prozent Heilungschance bei Akuter Myeloischer Leukämie (AML) bei Erwachsenen - das ist ein großer Erfolg: Wissenschafter vom Memorial Sloan-Kettering Krebs-Zentrum in New York berichten in Blood (Ausgabe vom 1. Februar 1998), daß sie den größten Teil der Patienten durch die Transplantation von Spender-Knochenmark ohne sogenannte T-Lymphocyten retten konnten. Vor allem wurde dadurch auch die potentiell schwerste Komplikation einer solchen Übertragung - eine Abwehrreaktion gegen das Spender-Mark - verhindert.
Die Kranken hatten zunächst eine Chemotherapie und dann eine Ganzkörper-Strahlenbehandlung bekommen. Dann wurde ihnen statt des zerstörten Knochenmarks solches „Material“ von Geschwistern übertragen. Die Besonderheit daran: Aus dem Spender-Knochenmark hatte man durch Labor-Reinigung bestimmte weiße Blutkörperchen – die T-Zellen – entfernt.

Die Wissenschaftler können gute Langzeit-Erfolge verzeichnen: „Mit dem Knochenmark ohne T-Zellen lag bei 31 Erwachsenen mit Akuter Myeloischer Leukämie die Überlebensrate (...) bei 77,4 Prozent, wenn sie zuvor noch keinen Rückfall erlitten hatten.“ Der Beobachtungszeitraum betrug bis zu sechs Jahre.

Bei nur weniger als vier Prozent der Patienten trat die ursprüngliche Erkrankung wieder auf. Bei AML-Patienten, welche die Behandlung erst nach dem ersten Rückfall bekommen hatten (Kranke mit durchaus schlechten Zukunftsaussichten), betrug die Überlebensrate immerhin noch 50 Prozent. Schließlich wurde auch noch das Auftreten der bei Knochenmarktransplantationen gefürchteten Abstoßungsreaktion (Graft-Versus-Host-Disease) stark reduziert. Dadurch sind erwachsene Patienten besonders gefährdet.

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