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News: Hormone spielen bei Migräne wichtige Rolle

Brasilianische Forscher haben bei Migräne-Patienten deutlich abweichende Hormonwerte gemessen. In der Produktion der Hormone Prolactin, Cortisol und Melatonin spielt der Hypothalamus eine wichtige Rolle, der entscheidend am Zusammenwirken von Nervensystem und endokrinem System beteiligt ist. Mario Peres vom Sao Paulo Headache Center und seine Kollegen hatten 17 chronische Migräne-Patienten sowie neun gesunde Menschen gleichen Alters und Geschlechts untersucht.

Dabei beobachteten sie eine deutliche Abnahme des die Milchproduktion steuernden Hormons Prolactin. Die Konzentration des Stresshormons Cortisol war bei den Migräne-Patienten indes erhöht, während die nächtliche Produktion des Schlafhormons Melatonin verzögert war. Ob die ungewöhnlichen Hormonwerte die Ursache oder das Ergebnis für das Leiden sind, ist noch ungewiss.

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  • Quellen
Journal of Neurology, Neurosurgery and Psychiatry 71: 747–751 (2001)

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