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News: Hubble angeschlagen – schon wieder …

Wie schon im Juni vergangenen Jahres ist die Hauptkamera des Weltraumteleskops ausgefallen: die Advanced Camera for Surveys, ACS. Diesmal jedoch scheint das Problem ungleich schwerwiegender – die Nasa hat ein Expertenteam eingesetzt, das untersuchen soll, ob die Kamera wieder in Betrieb genommen werden kann.
Hubble-Teleskop vor der Erde
Das Instrument verfügt über zwei getrennte Elektronik-Pakete zur Steuerung, »Seite 1« und »Seite 2«. Bei den Problemen im vergangenen Jahr (AH berichtete) wurde auf die zweite Seite umgeschaltet, das Ersatzsystem.

Am 27. Januar hat sich aus bisher unbekannten Gründen ein Kurzschluss ergeben, der die Kamera lahm gelegt hat. Die Ingenieure prüfen derzeit, ob dieser von Dauer ist, oder ob die ACS mit ihrem Primärsystem wieder aktiviert werden kann.

»Es ist noch zu früh, um sagen zu können, ob der Vorfall Auswirkungen auf Zeitpunkt oder Verlauf der nächsten Service-Mission haben wird,« so Preston Burch, der Associate Director und Programm-Manager von Hubble. Die SM4 ist derzeit für einen Spaceshuttleflug im September 2008 angesetzt. Sie kann keinesfalls auf früher als März nächsten Jahres vorgezogen werden. Die Analyse und Empfehlung des Expertenteams soll bis in fünf Wochen vorliegen.

Derzeit werden alle Vorbereitungen getroffen, ein neues, bereits ausgearbeitetes Beobachtungsprogramm an Hubble zu übermitteln, das ganz auf die Weitwinkelkamera (WFPC) des Teleskops zugeschnitten ist. Diese war bis zum Einbau der ACS im Jahr 2002 das Hauptinstrument des Weltraumteleskops.

»Auch wenn das für die Wissenschaftler ein Schritt zurück bedeutet,« bewertet der HST-Chef der Esa, Bob Fosbury, die Situation, »ist das noch lange kein ›Game over‹ für Hubble!«

Dre.

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