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News: Hubble fotografiert Sonnenfinsternis auf Uranus

Sonnenfinsternis auf UranusLaden...
Sonnenfinsternis auf Uranus | Das Hubble Space Telescope nahm die durch den Mond Ariel verursachte Sonnenfinsternis auf Uranus am 26. Juli 2006 auf. Das Bild setzt sich aus mehreren Aufnahmen von drei Wellenlängen im Infrarotbereich zusammen, und wurde hier entsprechend eingefärbt.
Das Weltraumteleskop Hubble hat erstmals Aufnahmen von einer Sonnenfinsternis auf dem Planeten Uranus gemacht. Verantwortlich dafür war der dem Planeten nächste größere Mond Ariel.

Der Mond schob sich auf seiner Bahn so zwischen Uranus und Sonne, dass er einen Schatten auf die Wolkendecke warf. Dieser Schatten fiel relativ zu Sonnenfinsternissen auf der Erde allerdings sehr klein aus, da Ariel nur ein Drittel so groß ist wie der Erdmond, Uranus aber ungefähr vier mal so groß ist wie die Erde.

GrößenvergleichLaden...
Größenvergleich | Hier werden die relativen Größen von Uranus, der Erde und dem Erdmond dargestellt. Uranus hat einen Durchmesser von ungefähr 50 000 Kilometern, was etwa dem vierfachen Erddurchmesser entspricht. Die Erde wiederum hat ungefähr den vierfachen Monddurchmesser.
Uranus hat über zwanzig Monde, darunter weitere größere wie Umbriel, Titania und Oberon. Sonnenfinsternisse auf Uranus sind trotzdem eine Seltenheit, da die Rotationsachse des Planeten sehr stark gekippt ist und fast parallel zur Ebene seiner Umlaufbahn liegt. In einem Uranusjahr scheint die Sonne daher abwechselnd fast senkrecht die beiden Pole und nur dazwischen auf den Äquator, den die Monde umkreisen. Da es 84 Jahre dauert, bis Uranus die Sonne einmal umrundet hat, können nur alle 42 Jahre Sonnenfinsternisse auftreten.

Stellung des Uranus zur ErdeLaden...
Stellung des Uranus zur Erde | Relative Veränderung der Stellung des Uranus zur Erde (zur Sonne) vom Jahr 1994 bis zum Jahr 2006: Im Moment scheint die Sonne fast senkrecht auf den Äquator des Uranus. Daher können sich die Monde Ariel, Umbriel, Titana und Oberon zwischen Sonne und Uranus schieben.
2007 werden die Sonnenstrahlen dann senkrecht auf den Uranus-Äquator treffen. So könnte Hubble bald auch noch Sonnenfinsternisse durch die anderen Monde vor die Linse bekommen.
02.09.2006

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 02.09.2006

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