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Artenvielfalt: Ihr Name ist Bond: James-Bond-Ratte

James Bond war eigentlich kein Geheimagent des Vereinigten Königreichs, sondern Naturforscher in der Karibik: Ihm zu Ehren benannten Biologen ein seltenes Tier.
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Sie sind katzengroß, leben auf Bäumen und sind durchweg vom Aussterben bedroht: Baumratten, auch Hutias genannt, sind eine Besonderheit der Karibik, denn sie kommen nur dort vor. Von den ursprünglich 30 bekannten Arten haben bis heute aber nur acht überlebt, der Rest starb aus, als Menschen die Inseln besiedelten. Immerhin konnten Biologen um Samuel Turvey von der Zoological Society of London das Familienbuch jetzt wieder etwas erweitern, denn sie beschrieben nun zumindest eine neue Unterart dieser Nagetiere: die James-Bond-Baumratte (Plagiodontia aedium bondi) von der Insel Hispaniola, die sich Haiti und die Dominikanische Republik teilen.

Das neue Familienmitglied lebt in Wäldern im Südosten der Insel und unterscheidet sich genetisch und von der Schädelform von ihren Verwandten auf Hispaniola: Seit dem Mittleren Pleistozän entwickelten sich demnach drei unterschiedliche Unterarten getrennt voneinander; allerdings ist die Fortentwicklung noch nicht so weit gediehen, dass sie eigenständige Spezies bilden. Obwohl die Baumratten auch in Schutzgebieten vorkommen, sind sie durch Abholzung und Jagd gefährdet. Ihr Namensgeber, der Naturforscher James Bond, widmete den Baumratten eine eigene wissenschaftliche Arbeit, die sich mit der Verteilung der Hutias in der Karibik beschäftigte. Der Schöpfer des fiktiven Bonds, Ian Fleming, fand das Leben des Biologen so spannend, dass er seinen Agenten 007 nach ihm benannte.

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