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News: Im Sauseschritt durchs Internet

In Köln fiel am 15.Juni 1998 der Startschuß für den superschnellen Internetzugang. In einem Pilotversuch erprobt die Deutsche Telekom AG das Übertragungsverfahren ADSL. Die Abkürzung steht für "Asymmetric Digital Subscriber Line".
Die Übertragungsraten mit diesem neuen Verfahren stellen das bisherige Paradepferd der Telekom ISDN weit in den Schatten. Maximal neun Megabit lassen sich mit ADSL in der Sekunde übertragen, das ist mehr als das 140fache der Übertragungsrate von ISDN. Darüber hinaus stützt sich das Verfahren auf die herkömmlichen Kupferdrähte, sämtliche analoge Geräte können also parallel zum Hochgeschwindigkeitsanschluß weiter betrieben werden.

Ausgewählte Haushalte in der Domstadt dürfen sich momentan an dem neuen Luxus erfreuen. Für sie könnte insbesondere etwas bald Wirklichkeit werden, was bislang immer an mangelnder Übertragungsgeschwindigkeit scheiterte: Musik, Videos oder Filme in Echtzeit aus dem Netz auf den heimischen Computer laden. Unter dem Stichwort "Video-" oder "Movie-on-demand" zählen sie zu den Eckpfeilern der schönen neuen Multimediawelt. ADSL teilt das Frequenzband, mit dem ein Kupferkabel überträgt, in verschiedene Teilbereiche auf und sendet gleichzeitig auf mehreren Frequenzen. Zusätzlich werden die Wellen dieser Trägersignale gezielt verändert, so daß in einer Zeiteinheit eine enorme Datenmenge transportiert werden kann. Die Übertragung einer Drei-Megabyte-Datei dauert mit ADSL ganze drei Sekunden, mit ISDN wartet man sechs Minuten, mit einem schnellen Analog-Modem sogar eine Viertelstunde. Parallel zur Datenübertragung funktionieren zudem die für Telefon und Fax reservierten Frequenzen, so daß die Leitung frei ist, auch wenn gerade der Computer Megabyte um Megabyte aus dem Netz saugt. Prädestiniert für das neue Verfahren sind Ballungsräume, wo die Distanz vom Endverbraucheranschluß bis zum Telekom-internen Hochgeschwindigkeitsnetz gering sind. Nach Köln sollen Bonn, Düsseldorf, Aachen, Münster, Frankfurt, Berlin, Stuttgart und München folgen.

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