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Infografik: So vielfältig ist Autismus

Die verschiedenen Ausprägungen von Autismus lassen sich nicht auf einer einfachen Skala abbilden. Ein Versuch, das Spektrum anders zu erfassen.
Drei nebeneinander angeordnete Radar-Diagramme, die jeweils verschiedene Datenkategorien in unterschiedlichen Farben darstellen. Jedes Diagramm zeigt konzentrische Kreise und segmentierte Bereiche, die von einem zentralen Punkt ausgehen. Die Farben umfassen Lila, Grün, Blau, Orange und Grau, die jeweils unterschiedliche Werte oder Kategorien repräsentieren. Die Diagramme veranschaulichen den Vergleich von Daten über mehrere Dimensionen hinweg.

Autismus gilt als neuronale Entwicklungsstörung, die sich ganz unterschiedlich ausprägen kann. Seit 2013 spricht man daher auch von Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Wie aber sieht dieses Spektrum aus? Fachleute sind sich einig, dass es sich nicht um eine eindimensionale Skala von weniger zu stärker »autistisch« handeln kann. Denn es gibt keine isolierte Eigenschaft, die Autismus definiert. Jede Person weist ihre eigene Mischung verschiedener Merkmale auf, die viele Bereiche betrifft, etwa soziale Kommunikation, Interessen und sensorische Empfindlichkeiten.

Der Autism Symptoms Dimensions Questionnaire (ASDQ) ist ein Fragebogen, der die vielen Facetten der Störung abbilden soll. Die tortenförmigen Graphen zeigen die Testergebnisse realer Menschen, die verschiedene Ausprägungen von Autismus ­aufweisen.

Diese Art der Erhebung berücksichtigt nicht, wie sich die Symptome durch Therapien, Lebensumstände oder mit dem Alter verändern. Auch allgemeine kognitive Fähigkeiten fließen nicht mit ein, obwohl sie die individuellen Merkmalsausprägungen beein­flussen können.

Wichtig ist: Nicht all diese Eigenschaften sind Beeinträchtigungen, die einer Behandlung bedürfen. Viele gehören zur normalen menschlichen Vielfalt.

So vielfältig ist Autismus

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  • Quellen

Frazier, T. W. et al., Developmental Medicine & Child Neurology 10.1111/dmcn.15497, 2023

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