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News: Informatives Babygebrabbel

'Ma ma, da da, ta ta' - das Gebrabbel von Säuglingen, das nur in den Ohren liebender Mütter einen Sinn zu ergeben scheint, ist vielleicht viel aussagekräftiger, als man annehmen möchte. Denn die Geräusche, welche Babies von sich geben, könnten der Schlüssel zum Verständnis der Sprachentwicklung darstellen. Amerikanische Wissenschaftler fanden heraus, dass die vier allgemeinen Wortmuster, die Babies tatsächlich als erstes aussprechen, in vielen Sprachen auftreten.
Sprache entwickelte sich wahrscheinlich, indem unsere Vorfahren ihre Unterkiefer einfach auf- und abwärts bewegten und dabei Töne von sich gaben. Ganz genauso entdeckt auch ein Baby sein Sprachvermögen. Glücklich und stolz lauschen die Eltern den berühmten ersten Worten, die sich in der Regel wie 'ma ma' oder 'da da' anhören. Doch für Wissenschaftler könnte das so scheinbar unzusammenhängende Gebrabbel ein grundlegender Hinweis darauf sein, wie Sprache entsteht.

Forscher von der University of Texas haben den Kleinen darum ein bisschen genauer zugehört. Und wie sie herausfanden, sind sich 60 bis 80 Prozent des Nachwuchses weltweit bei ihren ersten Äußerungen einig: Sie lauten in etwa 'ma ma', 'da da', 'ba ba' und 'ta ta'. Kein Wunder, dass sich die 'Mama' in den verschiedensten Sprachen findet. Außerdem werden genau diese Laute auch von älteren Kindern benutzt, die dabei sind, richtig sprechen zu lernen (Science vom 21. April 2000).

John Locke, Experte für Kindersprache und Linguistik an der University of Cambridge sieht die Babysprache eine neue Quelle für die Forschung, wie sich unsere Sprachen eigentlich vor Jahrtausenden zusammengesetzt haben. Er geht davon aus, dass die Kleinen damals bereits dieselben Laute ausgestoßen haben wie heutige Kinder, und dass sich Sprache daher aus diesen Silben gebildet hat. Weitere Untersuchungen in dieser Richtung könnten zu einigem Geschrei in den Labors führen.

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