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Kosmologie: Intergalaktische Magnetfelder früh entstanden

Die großen Strukturen des Weltalls wie Galaxien und Galaxienhaufen sind von Magnetfeldern durchzogen, die mit den Theorien für lokale Felder um Sterne und Supernova-Explosionen nicht erklärt werden können. Japanische Wissenschaftler um Kiyotomo Ichiki vom National Astronomical Observatory of Japan in Tokio haben nun gezeigt, dass der Ursprung der Magnetfelder in Dichtefluktuationen während der Frühzeit des Universums liegen könnte.

Kurz nach dem Urknall waren dem Modell zufolge Elektronen und Protonen noch nicht zu Atomen vereinigt, sondern bewegten sich relativ unabhängig voneinander. Als dritter Strom zogen Photonen durch die kosmische "Ursuppe". Da Photonen häufiger mit Elektronen wechselwirken als mit Protonen, haben nach Aussage der Wissenschaftler Elektronen und Protonen leicht unterschiedliche Geschwindigkeiten gehabt, was zu elektrischen Strömen führte, die wiederum magnetische Felder hervorriefen.

Mit der Ausdehnung des Universums hat nach den Berechnungen die Stärke der Magnetfelder schnell abgenommen. Zur Entstehungszeit der ersten Sterne waren sie aber noch hinreichend ausgeprägt, um die rotierenden Materiescheiben zu stören, sodass sich in ihnen schließlich Verklumpungen bildeten, aus denen die Sterne hervorgegangen sind.

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