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News: Internationale Raumstation nun fit für sechs Dauergäste

Nach der erfolgreichen Installation des vierten und letzten Solarzellen-Auslegers durch die Astronauten der US-Raumfähre Discovery stehen jetzt rund 120 Kilowatt elektrischer Leistung für den Betrieb der Internationalen Raumstation ISS und der Experimente an Bord zur Verfügung.

Nun ist der Weg frei, bis zu sechs Astronauten als Stammbesatzung an Bord der ISS zu entsenden. Dann steht auch endlich genug Arbeitskraft zur Verfügung, intensiv wissenschaftliche Experimente durchzuführen. Die bisher nur dreiköpfigen Stammbesatzungen waren überwiegend damit beschäftigt, die ISS zu warten und in Betrieb zu halten, und konnten nur einen relativ geringen Teil ihrer Arbeitskraft wissenschaftlichen Untersuchungen widmen.
Das neue Sonnensegel der ISS | Erfolgreich installieren konnten die Astronauten der US-Raumfähre Discovery den neuen Solarzellenausleger der Internationalen Raumstation, im Bild ganz links. Im Vordergrund ist das silberfarbene europäische Forschungsmodul Columbus zu sehen, oberhalb davon ist an der zentralen Gitterstruktur der Astronaut Joseph Acaba bei der Arbeit.


Einen wichtiger Schritt für die Aufstockung der Mannschaft war zudem die erfolgreiche Aktivierung des bislang fehlerhaften Wasserrecycling-Systems, das unter anderem auch den Urin der Astronauten wieder zu Trinkwasser verarbeiten soll. Nur wenn dieses System einwandfrei funktioniert, können sechs Astronauten über Monate an Bord bleiben, da sich nur so der Wasserbedarf der Mannschaft decken lässt.

Am 25. März ist der Tag des Abschieds für die Mannschaft der Discovery gekommen. Um 20:53 Uhr MEZ soll die Raumfähre von der ISS ablegen und am Samstag, den 28. März, wieder zur Erde zurückkehren. Praktisch alle geplanten Außenbordarbeiten konnten die Astronauten erfolgreich durchführen, nur das Entfernen einer externen Frachtplattform misslang, da sich diese beim Ausbau verkantete und nun erst einmal festsitzt. Sie wird wohl bei einem der nächsten Weltraumausstiege repariert werden.

Der nächste Flug einer US-Raumfähre wird nicht zur ISS führen. Am 12. Mai 2009 soll sich die Raumfähre Atlantis auf den Weg zum Weltraumteleskop Hubble begeben und dort die endgültig letzten Reparaturen und Wartungsarbeiten durchführen. Insbesondere die seit anderthalb Jahren defekte "Advanced Camera for Surveys" soll wieder repariert und eine neue Weitfeld/Planetenkamera eingebaut werden. Gelingen alle Arbeiten, wird das Weltraumteleskop wieder mit voller Leistung für hoffentlich weitere sechs weitere Jahre funktionieren.

Tilmann Althaus

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