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News: Internationales Treffen sagt Masern den Kampf an

Die Zahl der durch Masern verursachten Todesfälle soll bis zum Jahr 2005 halbiert werden. Diese bereits im letzten Jahr geäußerte Absicht bestätigten Vertreter der Weltgesundheitsorganisation WHO, der UNICEF und des Roten Kreuzes bei einem Treffen, das diese Woche in Kapstadt stattfand. Nach Ansicht der Delegierten erfordert die Umsetzung des geplanten Projekts rund 600 Millionen US-Dollar.

Bis zu 750 000 Kinder sterben jährlich in den ärmeren Ländern an Masern, 50 000 davon in Afrika. Obwohl die Krankheit weit oben auf der WHO-Liste der geforderten Immunisierungen steht, werden nur sehr wenige Kinder in diesen Regionen geimpft. Der Impfstoff ist zwar billig und auch effektiv, muss aber bis zum Zeitpunkt der Verabreichung eingefroren sein – für Länder mit schlechter Infrastruktur ein sehr großes Hindernis.

In den industrialisierten Ländern spielen die Masern dank der Immunisierungskampagnen in den sechziger und siebziger Jahren keine große Rolle mehr. Doch aufgrund möglicher Nebenwirkungen sind in den letzten Jahren immer weniger Kinder gegen Masern geimpft worden. Deshalb warnt der Experte Ron Behrens von der London School of Hygiene and Tropical Medicine vor einem neuen Ausbruch der Krankheit in den Industrienationen.

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  • Quellen
Global Meeting for Sustainable Measles Mortality Reduction and
Immunization System Strengthening, Kapstadt (15.-17.10 2003)

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