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News: Internet-Optik

Wer viel vor dem Bildschirm sitzt, weiß aus eigener Erfahrung, daß die Augen die dauernde Belastung nicht gerade lieben. Eine Studie unter Internetsurfern, die im Auftrag der Augenklinik Meinhardstraße in Innsbruck durchgeführt wurde, bestätigt nun, daß sich die Sehleistung bei über einem Drittel der Befragten verschlechtert hat. Die Reaktion der Betroffenen und deren Einstellung zu den Augenärzten wurde ebenfalls erhoben.
Die Ergebnisse präsentierten der Studienautor Günther Klaura und der Augenchirurg Univ.-Prof. Mathias Zirm am 5. Februar 1999 auf einer Pressekonferenz in Wien.

58,8 Prozent der 228 Internet-User, die im September und Oktober 1998 befragt wurden, gaben an, länger als 21 Stunden pro Woche vor dem Bildschirm zu arbeiten. Immerhin zwei Drittel der Studienteilnehmer surfen regelmäßig oder bezeichnen sich gar als Heavy-User. Negative Auswirkungen auf ihre Augen haben bereits 37,6 Prozent festgestellt. Knapp 60 Prozent davon gaben an, eine Verschlechterung von bis zu einer Dioptrie erlitten zu haben. Bei 31 Prozent waren es bis zu drei Dioptrien und bei 9,5 Prozent sogar darüber. Brillenträger mußten dabei eher eine Verschlechterung hinnehmen (62,4 Prozent) als Brillen- und Linsenkombinierer (44,4 Prozent) und Normalsichtige (10,1 Prozent).

Besorgniserregend sei die geringe Vorsorge der Internet-Surfer, erklärte Klaura. "Rund 40 Prozent der Befragten tun gar nichts zum Schutz ihrer Augen. 54,5 Prozent machen wenigstens ab und zu Pausen." Magere 5,4 Prozent benutzen laut der Studie einen Bildschirmfilter. Hoffnung gebe hier, daß sich "immerhin 59 Prozent für Informationen über vorbeugende Maßnahmen interessieren".

Wenn wirklich eine Verschlechterung der Sehleistung festgestellt wird, gehen 83 Prozent eigenen Angaben zufolge zuerst zum Augenarzt. Nur sieben Prozent ziehen den Optiker vor. Die Fachärzte werden von den Internet-Usern überwiegend als kompetent eingestuft. Jedoch befanden nur 19,1 Prozent, daß sie von ihrem Augenarzt ausreichend über aktuelle Entwicklungen in der Heilung und über Korrekturmöglichkeiten bei Fehlsichtigkeit informiert werden. "Diese Ergebnisse zeigen, daß sich Augenspezialisten zunehmend mit neuen Methoden der Augenheilkunde beschäftigen müssen, um ihre Patienten umfassend beraten zu können", schloß der Praktiker Zirm.

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