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Zoologie: Jagende Fledermäuse verteidigen lauthals ihre Beute

Auf der Jagd nach Beute verscheuchen Fledermäuse ihre Konkurrenten mit einem ganz speziellen Ruf. Das machen aber nur die Männchen.
Große Braune Fledermaus

Dass Fledermäuse Echoortungslaute von sich geben, um sich zu orientieren, ist allgemein bekannt. Forscher von der University of Maryland entdeckten eine neue Art von Ruf, der ihren Kameraden mitteilt: "Verschwinde! Der gehört mir!"

Jagende Fledermaus
Jagende Fledermaus | Männliche Große Braune Fledermäuse (Eptesicus fuscus) verteidigen ihre Beute vor Artgenossen mit einem ganz speziellen Ruf. Der Ruf unterscheidet sich von den bekannten Echoorientierungslauten dieser Tiere durch Dauer und Frequenz der Laute.

Unter der Leitung von Genevieve Wright fand das fünfköpfige Team heraus, dass Große Braune Fledermäuse einen speziellen Laut produzieren können. Der nur von männlichen Fledermäusen ausgestoßene Ultraschallruf setzt sich aus einer vierstufigen Sequenz längerer und tieferer Frequenzen zusammen, als der typische Echoorientierungsruf der Tiere. Eine weitere Charakteristik: Der Laut variiert von Individuum zu Individuum.

Aufmerksam wurden die Forscher auf den Ruf, als sie Audioaufnahmen zweier fliegender Fledermäuse machten, die gerade zusammen auf Streifzug waren. Die Analyse von Video- und Audiomaterial von Fledermäusen während des Fluges enthüllte, dass ein Männchen, das diesen Ruf ausstößt, eine höhere Erfolgsrate beim Beutefang verzeichnet. Hört ein anderes Männchen diesen Ruf, so distanziert es sich weiter von dem Rufenden, der somit freie Bahn auf die Beute hat. Damit teilen sie ihren Artgenossen mit, dass sie sich von ihrer im Flug gerade anvisierten Beute fern halten sollen. Warum die Tiere sich die Drohung zu Herzen nehmen, ist indes unklar.

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