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Raumfahrt: Japanische Mondmission gestrichen

Geplant ist sie schon seit Langem, doch fliegen wird sie nicht: Die japanische Mondsonde Lunar-A.
Wie die japanische Raumfahrtagentur JAXA am 15. Januar 2007 auf einer Pressekonferenz mitteilte, steht das ehrgeizige Projekt einer eigenen Mondsonde vor dem Aus. Lunar-A sollte mittels eines selbst entwickelten Instrumententrägers ein Seismometer und ein Temperaturmessgerät auf den Mond transportieren und damit den Kern, die Oberflächentemperatur und die geologische Geschichte des Erdtrabanten untersuchen.

Ursprünglich war der Start für die Mitte der 1990er Jahre vorgesehen, aber technische Probleme bei der Entwicklung der Messgeräte führten bis heute immer wieder zu Verzögerungen. Da der Sondenkörper bereits 1995 fertig gestellt war, ist nun dessen Technologie veraltet und mittlerweile unbrauchbar. Dagegen sind die Messinstrumente bis dato immer noch nicht fertig entwickelt. Deshalb empfahl der zuständige Ausschuss der JAXA, das Projekt einzustellen. Ein endgültiger Beschluss der Behördenleitung stehe zwar noch aus, sei aber sehr wahrscheinlich.

Dieses Aus bedeutet aber nicht gleichzeitig das Ende des japanischen Mondforschungsprogramms. Die Sensoren und Messinstrumente von Lunar-A sollen bei anderen, auch internationalen Missionen zum Einsatz kommen. Den Bau einer neuen Mondsonde plant die JAXA nicht, da sich hierdurch das Projekt abermals verzögern würde.

TA/MH

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