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Artenschutz: Kann KI geschmuggelte Seegurken aufspüren?

Geschmuggelte Tiere und Pflanzen passieren Ländergrenzen oft unbemerkt. Eine KI soll lernen, Seegurken oder Seepferdchen in Koffern zu erkennen und noch am Flughafen aus dem Verkehr zu ziehen.
Eine große Seegurke liegt auf dem sandigen Meeresboden, umgeben von Korallen und Felsen. Die Seegurke hat eine braune, stachelige Oberfläche und ist in einem klaren, blauen Wasser fotografiert. Im Hintergrund sind dunkle Schatten von Korallenriffen zu sehen.
Dies ist eine maschinell erzeugte Übersetzung eines Artikels der internationalen Partner von Spektrum.de. Er wurde von uns überprüft, jedoch nicht redaktionell bearbeitet. Gerne können Sie uns Ihr Feedback am Ende des Artikels mitteilen.

Wer den illegalen Handel mit Meerestieren stoppen will, verfügt nun über ein neues Hilfsmittel, um in Gepäckstücken versteckte Seepferdchen, Haifischflossen und Seegurken aufzuspüren. Das auf künstlicher Intelligenz basierende Tool könnte an Flughäfen eingesetzt werden, um Artenschutzvorschriften besser durchzusetzen.

Der Handel mit Wildtieren ist ein riesiges Geschäft: Weltweit werden laut der Internationalen Kriminalpolizeilichen Organisation (IKPO-Interpol) jedes Jahr Pflanzen- und Tierprodukte im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar illegal verkauft. Dazu gehören Meeresarten wie Seegurken und Seepferdchen sowie Haifischflossen. Sie werden illegal gefangen und für medizinische Zwecke oder als Nahrungsmittel verkauft. Viele dieser Wildtierprodukte passieren Flughäfen und bleiben oft unentdeckt, sagen Umweltschützer.

In der neuen Studie, die am Sonntag in der Fachzeitschrift »Frontiers in Ocean Sustainability« veröffentlicht wurde, trainierten Forschende einen KI-Algorithmus anhand von Hunderten dreidimensionaler Röntgenbilder – solche Bilder werden an Flughäfen bereits verwendet – von 68 getrockneten Haifischflossen, Seepferdchen und Seegurken. Über Hunderte von Bildern hinweg identifizierte der Algorithmus diese Proben in 92 Prozent der Fälle korrekt, bei einer Falsch-Positiv-Rate von etwa 13 Prozent.

»Ich hätte in meiner gesamten Karriere nie gedacht, dass KI einmal ein so wichtiger Teil meiner Forschung sein würde«, sagt Vanessa Pirotta, Hauptautorin der Studie und Wildtierforscherin an der Macquarie University in Australien. Die Röntgenbildgebung »ermöglicht es uns, in Gepäckstücke und Postsendungen zu schauen – und hierdurch können wir auch verstehen, wie Menschen ihre Schmuggelpraktiken im Laufe der Zeit ändern«, sagt sie.

Der Algorithmus, fügt sie hinzu, ziele darauf ab, »unsere Erkennungskapazitäten auszubauen«, und sei nicht dazu gedacht, »manuelle menschliche Kontrollen« oder »Biosicherheitshunde« zu ersetzen.

Pirotta hofft, eine Version dieser Technologie an Flughäfen einsetzen zu können.

»Der nächste Schritt besteht darin, darauf hinzuarbeiten, diese Algorithmen weltweit an vorderster Front einzusetzen. Dies dürfte dazu beitragen, die Durchsetzungsbemühungen zu unterstützen«, sagt sie.

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