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Onkologie: Kein Krebs durch Depressionen

Depressionen und Erschöpfungszustände erhöhen nicht das Krebsrisiko. Dies berichten dänische Wissenschaftler nach einer Studie an 8527 Personen im Alter von 21 bis 94 Jahren.

Dabei berücksichtigten Corinna Bergelt von der Dänischen Krebsgesellschaft in Kopenhagen und ihre Kollegen unterschiedlichste Krebserkrankungen, die durch Rauchen, Alkohol, Hormone oder Viren verursacht werden. Besonders interessierten sich die Forscher allerdings für den Lebensstil ihrer Probanden. Menschen in Extremsituationen neigen bekanntermaßen zu ungesunderer Lebensweise. Wie durch frühere Studien bereits belegt wurde, macht sie dies zu Risikokandidaten für Herz- und Kreislauf-Erkrankungen bis hin zum Infarkt.

Trotzdem erkranken depressive oder extrem erschöpfte Menschen nicht häufiger an Krebs als andere, so die Forscher. Bei der Auswertung der Daten machten sie sogar eine äußerst frappierende Feststellung: Ausgerechnet die ausgelaugtesten Testpersonen hatten sogar ein leicht reduziertes Risiko für alle Krebsarten – obwohl sie rauchten und sich eher wenig bewegten.

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