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Aviäre Influenza: Keine Bestätigung für Vogelgrippe in Rheinland-Pfalz

Die in Rheinland-Pfalz tot aufgefundenen Wildvögel starben nach ersten Untersuchungen nicht an Vogelgrippe. Dies teilten Veterinäre das Landesuntersuchungsamt in Koblenz nach der Oduktion von Tierkadavern mit, die in den vergangenen Tagen an einem Teich nahe Neuwied gefunden worden waren. Als Ursache des Gänsesterbens wird eine Phosphid-Vergiftung vermutet. Stefan Bent, der Präsident der Behörde, sagte, man habe in den Mägen von zwölf der 22 Vogelkadaver Ratten- und Mäusegift festgestellt.

Bei den 35 verendeten Stockenten und Graugänsen, die nach Angaben der lokalen Behörden teilweise unter starken Krämpfen gestorben waren, habe es sich wahrscheinlich um Zugvögel gehandelt. An Erschöpfung waren hingegen drei verdächtige tote Gänse in Niedersachsen gestorben, wie die Universität Göttingen nach einer Untersuchung am Montag mitgeteilt hatte.

Derzeit gibt es demnach weiter keinen nachgewiesenen Fall von Vogelgrippe in Deutschland, geschweige denn einen Fund des auch für Menschen gefährlichen Erregers vom Typ H5N1.

Weithin gilt die größere Sorge der Verantwortlichen einem Import des Vogelgrippe-Erregers durch illegal eingeführtes, infiziertes Geflügel. Laut Jürgen Trittin, derzeit in Vertretung geschäftsführender Bundeslandwirtschaftsminister, solle daher vom heutigen Dienstag an ein EU-weites Verbot des Imports von Zier- und Wildvögeln gelten. Neben Deutschland und weiteren Ländern trat besonders Großbritannien für das Einfuhrverbot ein. Am Wochenende war dort ein Papagei in einer Quarantänestation entdeckt worden, der am H5N1-Virus verendet war.
26.10.2005

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 26.10.2005

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