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Erdbebenvorhersage: Kleine Beben sind der Schlüssel zur Vorhersage

Wissenschaftler haben jetzt ein Erdbeben genauer untersucht, das sich bereits letztes Jahr an der San-Andreas-Störung in Kalifornien ereignet hatte. Anhand der Analyse kleinerer Erschütterungen aus den Jahrzehnten vor dem Beben, konnten sie einige Besonderheiten seines Verlaufs im Modell erfolgreich nachzeichnen. Diese längerfristigen Vorbeben könnten so eine entscheidende Rolle für eine verbesserte Erdbebenvorhersage spielen.

Für das Erdbeben von Parkfield am 28. September 2004 existierten korrekte Voraussagen hinsichtlich des Ortes und der Magnitude. Erdbebenexperten zeigten sich aber erstaunt über den ungefähren Zeitpunkt, den Verlauf und das Fehlen von direkten Vorbeben.

Normalerweise ist in dem Gebiet auf Grund immer wiederkehrender Muster alle 22 Jahre mit einem ein Erdbeben zu rechnen. Dieses ließ aber 38 Jahre auf sich warten. Auch begann die Verwerfung überraschenderweise am südlichen Ende der Bruchzone vom letzten Beben und nahm seinen weiteren Verlauf Richtung Norden. Außerdem kündigten sich bisher die dortigen Beben immer mit einer Anzahl kleiner Vorbeben an. Aber nicht so dieses Mal.

Danijel Schorlemmer and Stefan Wiemer vom Schweizerischen Erdbebendienst in Zürich analysierten jetzt Aufzeichnungen der letzten 30 Jahre vor dem Beben. Aus der Größenverteilung aller kleineren Erschütterungen, der so genannten Mikroseismizität, konnten sie unter größeren Spannungen stehende Gebiete von anderen unterscheiden und so die Bruchzone genau vorhersagen.

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