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Sonnensystem: Kleinplanet nach Heidelberger Astrophysiker benannt

Der Kleinplanet Nummer 78429 trägt künftig den Namen des Heidelberger Astrophysiker Bodo Baschek. Die Internationale Astronomische Union (IAU), welche die Namensvergabe dieser astronomischen Objekte regelt, hat die Benennung kürzlich bestätigt, teilte die Universität Heidelberg am Donnerstag mit.

Kleinplaneten oder Asteroiden sind wie ihre großen Verwandten Mitglieder des Sonnensystems, bringen es jedoch häufig nicht mehr als auf einige Kilometer in ihren Ausmaßen. Besonders viele von ihnen finden sich im Bereich des Asteroidengürtels zwischen den Planeten Mars und Jupiter. Ihre genaue Zahl ist unbekannt, sie liegt jedoch schätzungsweise im Bereich von Millionen.

Von immerhin etwa 80 000 Kleinplaneten ist die Bahn um die Sonne gut genug bekannt, dass sie sich auch nach Jahren und Jahrzehnten problemlos wieder finden lassen. Solche Asteroiden erhalten zur Identifikation zunächst eine fortlaufenden Nummer, wobei der Entdecker das Recht hat, einen Namen vorzuschlagen, der aber von der IAU bestätigt werden muss.

Bisher tragen nur rund 10 000 Kleinplaneten einen Namen. Der Kleinplanet "Baschek" wurde 2003 von Sebastian Hönig, einem Physik-Studenten der Heidelberger Universität, entdeckt. Hönig gehört derzeit zu den erfolgreichsten Entdeckern von Kleinplaneten und Kometen.

Im Mittel ist der Kleinplanet Baschek knapp 500 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt und umrundet das Zentralgestirn in etwas mehr als fünf Jahren. Der Durchmesser des Objekts wird auf rund drei Kilometer geschätzt.

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