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Physiologie: Körperbau beeinflusst Laufveranlagung

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Selbst bei austrainierten Athleten bestimmen nicht allein der Trainingszustand, sondern Körperbau und Fettverteilung über die Fähigkeit zum Lang- oder Kurzstreckenlauf. Ob Personen besser für Sprint oder langfristige Laufbelastungssituationen geeignet sind, lässt sich direkt am Body Mass Index ablesen, berichten Forscher der texanischen Rice-Universität. Sie hatten dazu Daten der letzten 14 Jahren von 45 Hochleistungssportlern beiderlei Geschlechts aus verschiedenen Spezialdisziplinen verglichen.

Zuvor hatten die Wissenschaftler nach Versuchen von Freiwilligen in einer Tretmühlen-Versuchsanordnung erkannt, dass bei wachsender Laufgeschwindigkeiten zunehmend viel Energie in das Abfedern der Laufschritte auf dem Boden aufgewendet werden muss. Dies sei nur mit stärkeren Bänder, Sehnen, Wirbeln und zunehmender Masse an Stützmuskulatur effizient gewährleistet, die sich unweigerlich in einem höheren BMI niederschlagen muss. Diesen Zusammenhang sehen die Wissenschaftler nun durch eine direkte Korrelation zwischen BMI und Spezialdisziplin der Athleten bestätigt. Einigermaßen austrainierte Personen könnten demnach die für sie geeignetste Laufdisziplin direkt aus einer Skala ableiten.

Insgesamt sei höheres Körpergewicht nicht notwendigerweise zum Nachteil einer hohen Endgeschwindigkeit, schlussfolgern die Forscher: Ohne stützenden Muskelapparat sei vielmehr überhaupt kein Sprint möglich. In diesem Licht sollten auch Untersuchungen über die Fortbewegung von großen zweibeinigen Dinosauriern wie Tyrannosaurus rex gesehen werden, denen zuletzt von manchen Forschern eine schnelle Beweglichkeit wegen ihrer großen Masse abgesprochen worden war.

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