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Neurowissenschaften: Kokainkonsum verursacht dauerhafte Veränderung im Gehirn

Die Verbindungen zwischen dem Belohnungszentrum und anderen Hirnzentren sind bei Kokain konsumierenden Ratten verändert. Dadurch können sich diese Tiere nur schwer auf neue Situationen einstellen, ergab eine Studie der Universität Pittsburgh.

Bei Ratten, die Kokain konsumiert hatten, waren neuronale Verbindungen des so genannten Nucleus accumbens mit dem an Lernen und Gedächtnis beteiligten Hippokampus sowie mit dem für Informationsverarbeitung wesentlichen präfrontalen Kortex besonders stark ausgeprägt. Diese Tiere lernten schneller als solche, die nie die Droge konsumiert hatten, an einem Hinweisreiz zu erkennen, wo sie in einem Labyrinth Futter finden. Es fiel ihnen jedoch schwerer, das einmal gelernte Verhalten zugunsten einer neuen Strategie wieder aufzugeben, als der Versuchsaufbau verändert und das Futter unabhängig von Hinweisen immer an der selben Stelle plaziert wurde.

Ähnliche Veränderungen könnten nach Meinung von Yukiori Goto auch beim Menschen auftreten. Die Unfähigkeit, sich auf unbekannte Situationen einzustellen, könnte erklären, warum sich Kokainabhängige häufig unangepasst und auffällig verhalten.

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