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Psychologie: Kreativität fördert das Liebesleben

Was die Biographien von Goethe, Byron oder anderen "Womanizern" der Kulturgeschichte schon lange vermuten ließen, wurde jetzt erstmals mit wissenschaftlicher Methode ergründet und bestätigt: Kreativität steigert den Sexappeal. Künstler haben doppelt so viele Sexpartner wie weniger kreative Zeitgenossen. Dies besagt das Ergebnis einer britischen Pionier-Studie über die Besonderheiten menschlichen Paarungsverhaltens.

Daniel Nettle und Kollegen von der Universität Newcastle upon Tyne hatten sich dazu in die Persönlichkeiten von 425 britischen Frauen und Männern vertieft – Künstlern, Nicht-Kreativen und Psychiatrie- Patienten. Dabei konnten die Forscher bei kreativen Menschen nicht nur ein ausgeprägteres Liebesleben feststellen, sondern bezüglich mancher Personlichkeitsmerkmale auch auffällige Gemeinsamkeiten mit an Schizophrenie erkrankten Patienten.

Ursprüngliches Ziel der Studie war gewesen, den statistisch überraschend hohen Fortpflanzungserfolg von Schizophrenen zu erklären. Die vererbare Krankheit sollte nach Ansicht von Wissenschaftler derart große Nachteile mit sich bringen, dass sie im Laufe der Zeit von selbst verschwindet. Offenbar aber teilen psychisch Erkrankte mit Künstlern auch Verhaltensmerkmale, die mit verstärkter sexueller Aktivität in Verbindung gebracht werden.

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