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Naturschutz: Kriegstechnologie zum Schutz von Elefanten?

Während des Vietnamkriegs zur Detektion von feindlichen Truppenbewegungen entwickelte seismische Sensoren könnten Ökologen beim Überwachen von Elefantenpopulationen helfen. Jason Wood und seine Kollegen von der Universität Stanford verfolgten mit den Geräten die Bodenvibrationen, die große Säugetiere wie Giraffen, Elefanten oder Löwen beim Eintreffen an einem Wasserloch im Etosha-Nationalpark in Namibia verursachen. In mehr als drei Viertel der Fälle konnten sie allein aus den Signalen des Seismografen die Spezies bestimmen und darüber hinaus, aus der Stärke der gemessenen Erschütterung, die Anzahl der Tiere schätzen.

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Elefanten-Überwachung | Ökologen der Universität Stanford beobachten eine Elefantenherde im Etosha-Nationalpark.
Bislang bestimmen Ökologen die Größe und Bewegung von Elefantenpopulationen anhand von hinterlassenen Dunghaufen – eine fehleranfällige Methode. Die Überwachung von Herden der gefährdeten Dickhäuter aus der Luft funktioniert dagegen nur in der offenen Savanne, nicht aber in dichteren Waldgebieten. Die Seismografen versprechen nun nach einer weiteren Eichung eine weit präzisere sowie bequemere Zensus-Methode. Die Geräte könnten, in der Erde vergraben, bis zu einem Monat selbstständig Daten aufzeichnen, so Wood. Damit könnten die Ökologen gerade auch kleinere Herden erfassen, die in ihrem Bestand besonders durch Wilderei bedroht seien.
18.06.2005

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 18.06.2005

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