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Immunologie: Künstliche Partikel machen Immunzellen scharf

Forscher der Universität Yale haben ein Verfahren entwickelt, künstliche immunstimulierende Partikel nach einem Baukastenprinzip herzustellen. Die Entwicklung soll lebende Zellen bei der Immuntherapie zum Beispiel gegen Krebs ersetzen und die Methode einfacher und sicherer machen.

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Stimulierte T-Zellen | T-Lymphozyten binden an ein immunstimulierendes Partikel (rot), das mit Antigenen besetzt ist.
Bei der Immuntherapie entnehmen Mediziner dem Patienten T-Lymphozyten, die körperfremdes Material erkennen und bekämpfen, und bringen sie mit Antigenen und immunstimulierenden Zellen in Kontakt, um sie aggressiver zu machen. Die so "geboosteten" T-Zellen injiziert man dann wieder dem Patienten, damit sie den Tumor angreifen. Die immunstimulierenden Zellen zu isolieren, ist jedoch aufwändig und nicht immer erfolgreich.

Deswegen hat der Biomediziner Tarek Fahmy Teilchen aus einem chirurgischen Kunststoff entwickelt, die T-Zell-stimulierende Zytokine freisetzen. Die Oberfläche der Partikel trägt universelle Bindungsstellen, an die Antigene und weitere immunstimulierende Proteine gekoppelt werden können, die wiederum Immunzellen auf das gewünschte Ziel ausrichten. Durch dieses Baukasten-Prinzip kann man für jeden Patienten geeignete Teilchen zusammensetzen. (lfi)

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