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Geophysik: Kurzfristige Vorhersage von Erdbeben im pazifischen Ozean

Starken Erdbeben gehen oft kleinere Erschütterungen voraus. Für die Vorhersage von Katastrophen konnte man sich diesen Umstand bisher nicht zunutze machen, da sich Vorbeben von der natürlichen seismischen Aktivität, dem so genannten Noise, nicht eindeutig unterscheiden lassen.

Jeffrey McGuire und seine Kollegen vom Ozeanographischen Institut in Woods Hole haben jetzt Beben entlang von Seitenverschiebungen am East Pacific Rise untersucht, einer Spreizungszone im pazifischen Ozean. Dort fanden sie ein auffälliges Muster kleinerer Erschütterungen, die größeren Beben mit einer Magnitude von 5,4 und mehr vorausgingen.

Im Gegensatz zu kontinentalen Blattverschiebungen stellten die Forscher dort außerdem ein ausgeprägtes Missverhältnis von wenig Nachbeben zu zahlreichen Vorbeben fest. Aus den typischen Sequenzen der Vorbeben konnten sie innerhalb eines engen, räumlich und zeitlich begrenzten Zeitraums die Hauptbeben "nachträglich" vorhersagen.

Die Erkenntnisse der Wissenschaftler beschränken sich allerdings auf eine Region fern ab jeglicher Zivilisation, sodass der unmittelbare Nutzen eher gering ist.

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