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Hurrikane: Lässt Klimawandel Wirbelstürme seltener werden?

Neue Klimasimulationen prognostizieren eine abnehmende Zahl von tropischen Wirbelstürmen und Hurrikanen im Atlantik. Dafür steigt deren Intensität, und die Region muss mit schwereren Niederschlägen rechnen, behaupten Thomas Knutson von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) und seine Kollegen.

Die Wissenschaftler hatten mit Hilfe eines regionalen Klimamodells die vergangenen Hurrikan-Saisons nachgezeichnet und die zukünftige Entwicklung simuliert. Ihren Ergebnissen zufolge sollte die Zahl tropischer Stürme um 27 Prozent, die von Hurrikanen um 18 Prozent und die von schweren Hurrikanen um acht Prozent zurückgehen. Das widerspricht der verbreiteten Ansicht, mit der globalen Erwärmung mehre sich auch die Zahl der Wirbelstürme.

Allerdings war das Modell nicht in der Lage, gerade für die stärksten Stürme die Häufigkeit und die maximale Intensität korrekt wiederzugeben, berichten die Forscher. Insofern solle man für diese Klasse die Ergebnisse mit Vorsicht betrachten. Die Resultate unterstrichen jedoch, dass die bislang vermutete enge Kopplung, die steigende Zahl von Wirbelstürmen ginge allein auf höhere Oberflächentemperaturen der Ozeane zurück, vielleicht zu kurz gegriffen ist. (af)

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