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Berufswelt: Lange Arbeitszeiten gefährden die Gesundheit

Lange Arbeitszeiten erhöhen das Risiko von Verletzungen und Erkrankungen – unabhängig davon, wie riskant die Tätigkeit als solche ist.

Zu diesem Ergebnis kamen Forscher um Allard Dembe von der Universität von Massachusetts nach Auswertung der Daten von rund 11 000 Amerikanern, die an einer nationalen Langzeit-Studie teilgenommen hatten. Jährlich abgefragt wurden dabei Art der Arbeit, Arbeitszeiten sowie Krankheitsfälle über den Zeitraum zwischen 1987 und 2000. Insgesamt werteten die Wissenschaftler 110 236 einzelne Tätigkeitsberichte aus, wobei 5139 Verletzungen zu verzeichnen waren, die sich während der Arbeit ereignet hatten.

In 61 Prozent der Fälle geschah dies während geleisteter Überstunden. Bei zwölf Stunden Arbeit pro Tag erhöhte sich das Erkrankungsrisiko um 37 Prozent; bei einer Sechzig-Stunden-Woche ist es der Studie zufolge immerhin noch um 23 Prozent größer als bei Arbeitnehmern, die keine Überstunden leisten. Lange Fahrtzeiten von und zur Arbeit hatten dagegen keine nachweisbar negativen Auswirkungen.

Nach Meinung der Forscher tragen Stress und Müdigkeit dazu bei, dass der Arbeitsplatz bei Überstunden zur Risikozone wird. Sie unterstützen daher Anstrengungen – etwa von der Europäischen Union –, die Arbeitszeiten zu verringern.

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