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Mikrobiologie: Leben in subglazialen Seen gefunden

Wissenschaftler um Eric Gaidos von der Universität von Hawaii haben unter einem isländischen Gletscher eine Bakteriengemeinschaft entdeckt. Erbgutanalysen schlossen aus, dass die Mikroorganismen während der Untersuchung aus dem darüber liegenden Gletscherschnee in den Kratersee des Vulkans Grímsvötn eingetragen worden waren.

Nachdem die Forscher in einer fünftägigen Aktion ein Loch in das 300 Meter dicke Gletschereis gebohrt hatten, entnahmen sie Wasserproben aus dem darunter liegenden See. Die DNA der darin enthaltenen Bakterien unterschied sich eindeutig von der im Gletscherschnee vorkommender Mikroorganismen. Unter dem Eis lebend gewinnen die Mikroben ihre Energie weniger aus dem Sonnenlicht als vielmehr aus chemischen Verbindungen, die im Zuge geothermischer Aktivitäten frei werden. Um zu klären, ob sich an verschiedenen Standorten unterschiedliche Bakteriengemeinschaften entwickeln konnten, planen die Wissenschaftler, weitere subglaziale Seen auf Island unter die Lupe zu nehmen.
15.07.2004

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 15.07.2004

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