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News: Licht, Schatten – und Eis?

Am 3. September 2006 zerschellte SMART-1 auf dem Mond – in einem kontrollierten Absturz. Doch das Datenmaterial, das Europas erste Mondsonde lieferte, wird die Wissenschaftler noch auf Jahre hinaus beschäftigen. Besonders interessiert die Forscher, ob es in den Polregionen des Mondes Zonen "ewiger Nacht" gibt, in denen sich Wassereis gesammelt haben könnte.
Krater Shackleton am Südpol des Mondes, fotografiert von SMART-1
Das Foto zeigt den Krater Shackleton am Südpol des Mondes. Die Sonde SMART-1, die den Erdtrabanten auf einer polaren Bahn umrundete, überflog diese Region fast bei jedem Umlauf. Das hier gezeigte Bild entstand am 13. Januar 2006, als am Mondsüdpol "Sommer" herrschte, und zeigt noch Details von 60 Meter Größe.

Der Durchmesser des Kraters, der nach dem Polarforscher Ernest Shackleton (1874–1922) benannt wurde, beträgt 19 Kilometer. Wegen der langen Schatten, die sein hoher Rand wirft, ist sein Inneres nur schwierig zu beobachten. Von der Vielzahl der Bilder, die SMART-1 von diesem Krater gewinnen konnte und die ihn bei unterschiedlichen Beleuchtungsverhältnissen zeigen, erhoffen sich die Forscher jedoch genauere Aussagen über sein Inneres. Bisherige Analysen – unterstützt von Radiobeobachtungen von der Erde – liefern allerdings noch kein schlüssige Antwort, ob tatsächlich Wassereis vorhanden ist.

UR

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