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Konfliktverhalten: Männer gehen wutentbrannt in die Revanche

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Wie ist das eigentlich bei Ihnen, wenn Sie so richtig verärgert sind? Suchen Sie eher Ablenkung? Oder tut es Ihnen gut, wenn Sie sich noch einmal ordentlich in Rage bringen können, damit Sie gut gerüstet in die Revanche gehen? Falls Ihnen die zweite Variante eher zusagt, sind Sie höchstwahrscheinlich ein Mann! Das ist zumindest das Ergebnis einer Studie von Forschern der Ohio State University.

Das Team um Silvia Knobloch-Westerwick provozierte seine Probanden – 86 Studentinnen und Studenten – bis aufs Blut und konfrontierte sie dann noch mit niederschmetternden Beurteilungen über ihre sozialen Kompetenzen. Die völlig aufgewühlten jungen Leute sollten anschließend die Qualität eines angeblich neuen Internetmagazins bewerten, bevor sie dann im Abschlussgespräch die Arbeit der Wissenschaftler – wiederum angeblich – bewerten sollten.

Auf diese Chance zur Revanche stellten sich die hinters Licht geführten Studenten sehr unterschiedlich ein: Frauen versuchten sich mit positiven Nachrichten so weit zu beruhigen, dass ihr Ärger vor einer erneuten Konfrontation verflogen war. Ganz anders dagegen die Männer: Sie nahmen sich die Negativ-Schlagzeilen zur Brust und heizten ihre Wut weiter an, um anschließend ihren Peinigern eine saftige Quittung zu verpassen.

Ohne Aussicht auf Revanche waren die Männer allerdings längst nicht so kampflustig: In einer zweiten Versuchsgruppe ohne Aussicht auf ein Feedback-Gespräch mit den Wissenschaftlern waren die Vorlieben für gute oder schlechte Nachrichten bei Männern und Frauen ähnlich. Damit haben Knobloch-Westerwick und ihr Team mit modernen Methoden erneut untermauert, was eigentlich doch jeder weiß: Männer sind einfach die schlechteren Verlierer.
01.04.2006

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 01.04.2006

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