Direkt zum Inhalt

News: Männliche Grasmückenjunge werden besser ernährt als ihre Schwestern

Bei der australischen Grasmückenart Cinclorhamphus cruralis erhalten Söhne nicht nur mehr, sondern auch hochwertigeres Futter als Töchter, berichten Michael Magrath von der University of Melbourne und seine Kollegen. Entweder wären die Eltern bei der Leckerbissenverteilung ungerecht, oder aber die größeren Männchen sind den kleineren Weibchen im Konkurrenzkampf überlegen. Die Art zeichnet sich durch extrem ausgeprägte Größenunterschiede zwischen den Geschlechtern aus.

Die Wissenschaftler beurteilten die Anzahl, die Art und die Größe typischer Wirbellosenmahlzeiten in 54 Nestern. Außerdem bestimmten sie den Gehalt an unverdaulichem Chitin und die Trockenmasse. Weiterhin verfolgten sie die Gewichtszunahme von 20 männlichen und weiblichen Küken.

Normalerweise wird Nachwuchs unabhängig vom Geschlecht einigermaßen gleichmäßig versorgt. Kommt es doch zu einer ungleichen Ressourcenaufteilung, spiegelt diese sich entweder bereits in einer ungleichen Zahl von Männchen und Weibchen in der Nachkommenschaft wider, oder aber die Angehörigen eines Geschlechts erhalten mehr Futter. Eine qualitative Differenzierung wurde bei Wirbeltieren nach Aussage der Autoren hingegen bisher nicht nachgewiesen.

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Quellen
Proceedings of the Royal Society: Biology Letters 10.1098/rsbl.2004.0187 (2004)

Partnerinhalte