Direkt zum Inhalt

News: Mäuse mit verstärktem Geruchssinn

Gentechnisch veränderte Mäuse mit extrem verbessertem Geruchsvermögen beschreiben Forscher der Florida State und der Yale University. Die Tiere, denen ein bestimmtes Kaliumkanal-Membranprotein fehlt, nehmen Duftstoffmoleküle in bis zu 1000fach stärkerer Verdünnung wahr als ihre unveränderten Artgenossen. Sie reagieren auch schneller auf versteckte Geruchsquellen und erkennen subtilere Änderungen in Duftstoffbouquets.

Außer dem Geruchsinn beeinflusse der Kaliumkanal auch Gehirnprozesse, welche etwa bei Entzündungen, der Regulation des Körpergewichts und bei Diabeteserkrankungen eine Rolle spielen, vermuten die Wissenschaftler. Das Kanalprotein sei offenbar nicht nur für die Erregung einzelner Neuronen, sondern auch bei Umformungen von Gehirnstrukturen beteiligt.

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Quellen
Neuron 41: 389–404 (2004)

Partnerinhalte