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Galaxien: Magnetfeld einer Galaxie kartiert

Astronomen um Bryan Gaensler vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics haben die Polarisation von Radiowellen vermessen, die auf ihrem Weg zur Erde die Große Magellan'sche Wolke – eine Nachbargalaxie der Milchstraße – durchquerten. Aus den dabei auftretenden Rotationen konnten die Forscher auf das Magnetfeld des Sternensystems schließen.

Die mit dem Australia Telescope Compact Array gewonnenen Daten weisen auf ein asymmetrisches spiralförmiges Magnetfeld hin, das durchschnittlich zwei Hunderttausendstel des Erdmagnetfeldes stark ist. Zugleich zeigt es sowohl im kleinen als auch großen Maßstab kräftige Schwankungen.

Da die Große Magellan'sche Wolke ein recht wechselvolles Dasein führt, indem ständig neue Sterne entstehen und alte als Supernova explodieren, wäre es schwierig, ihr Magnetfeld mit der üblichen Theorie eines langsam wirkenden Dynamos zu erklären, geben die Wissenschaftler an. Sie vermuten stattdessen, dass die kosmische Strahlung einen Dynamo antreibt, in dem Supernoven Unmengen hochenergetischer Teilchen ausstoßen, die magnetische Feldlinien aus der Scheibenebene heraustragen, wo sie sich zum spiraligen Feld vereinigen können.
11.03.2005

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum - Die Woche, 11.03.2005

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